Saerbeck - Der Wind weht besonders kräftig und besonders stetig in Sinningen und Veltrup. Kein Wunder, dass sich direkt an der Grenze zwischen Emsdetten und Saerbeck bereits 14 Windkraftanlagen drehen. Weitere sieben sind im nicht weit entfernten Munitionsdepot geplant. Jetzt wollen auch ein gutes Dutzend Sinninger Landwirte, die ihre Felder genau dazwischen haben, in diese erneuerbare Energie einsteigen. Heinrich Beermann, gemeinsam mit Hubert Elfrich und Clemens-August Wernsmann federführend in der Gruppe: „Das ist auf Saerbecker Gebiet die einzige von Bebauung ganz freie Fläche, auf der fast nur Ackerbau betrieben wird.“
Denn das ist der Knackpunkt bei Windkraftanlagen: Sie müssen so weit vom nächsten Haus entfernt sein, dass dort die Bewohner weder durch Geräusche noch durch Schattenwurf beeinträchtigt werden. Und das trifft in Sinningen zu. Diese günstige Situation hat die Landwirte schon 2002 bewogen, mit Unterstützung des Rates einen Vorstoß in Richtung Windkraft zu unternehmen. Damals allerdings war der Widerstand gegen diese regenerative Energie im ganzen Land gewaltig - viele warnten vor der Verspargelung der Landschaft. Das hat sich mittlerweile geändert. Im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung wird ganz klar der Ausbau der Windenergie favorisiert. Das war das Signal für die Landwirte, nun erneut aktiv zu werden. In der nächsten Sitzung des Planungsausschusses werden sie ihr Konzept vorstellen. Das Ziel: Bei der aktuellen Änderung des Regionalplanes sollen ihre Pläne bereits berücksichtigt werden. Wernsmann: „Schließlich gibt es solche Änderungen nicht alle paar Jahre.“