Borghorst - Für Spielereien und Variationen mit der Sprache hat Alfred Bekker wenig übrig. „Es geht in erster Linie ums Geschichten erzählen“, sagt der ehemalige Borghorster, der nun in Lengerich wohnt. „Die Erzählstruktur ist nur das Mittel zum Zweck, um im Kopf des Lesers einen Film anzuwerfen“, findet er. Deswegen sind seine Romane unkompliziert, dialoglastig und simpel in der Struktur. Bekker hat geschafft, wovon viele Leute träumen: Er kann vom Bücher schreiben leben. Vor allem in der Fantasy-Sparte ist er erfolgreich. Er schreibt wie am Fließband, über 150 eigene Bücher stehen bei ihm im Regal. Dazu kommen noch diverse Kurzgeschichten und Romanserien, an denen er mitgearbeitet hat. In seinen Fantasy-Geschichten tummeln sich typische Fabelwesen: Drachen, Elben, Orks und andere Kreaturen. Daneben schreibt er Krimis und probiert andere Genres, wie Liebesromane aus, allerdings unter einem Pseudonym.
Der ehemalige Grundschullehrer ist in Borghorst aufgewachsen und zur Schule gegangen. „An die Stadt habe ich nur gute Erinnerungen“, wirft er ein, um danach direkt wieder auf seine Geschichten zu sprechen zu kommen. „Ich schreibe, was ich selber gerne lesen würde“, erzählt er. Karl May und Dashiell Hammett haben ihn als Kind fasziniert.