Traum vom Aussichtsturm kann weitergeträumt werden

31 Meter über dem Buchenberg


Bei 31 Meter Höhe war Schluss. Gäste ohne Höhenangst hievte Feuerwehrmann Karsten Elpers über die Baumgipfel. Erstmals hatten sie die Möglichkeit, die Region aus einer neuen Perspektive zu betrachten.Fotos:
Bei 31 Meter Höhe war Schluss. Gäste ohne Höhenangst hievte Feuerwehrmann Karsten Elpers über die Baumgipfel. Erstmals hatten sie die Möglichkeit, die Region aus einer neuen Perspektive zu betrachten.Fotos:
(Hermann-Josef Pape)


Steinfurt - Der Traum vom Buchenberg-Aussichtsturm kann weiterhin geträumt werden. An drei Stellen wurde auf dem Buchenberg die Drehleiter der Feuerwehr Steinfurt ausgefahren um den optimalen Standort zu ermitteln. Bei der Suche gab es am Samstagmorgen keine Sofortlösung. An allen drei Orten konnte von Steinfurt nur Borghorst und Burgsteinfurt nur teilweise gesehen werden. Ein Höhenprofil soll nun erstellt werden, um Klarheit für den idealen Standort zu schaffen.

Um die zweistelligen Minusgrade zeigte das Thermometer, als sich zum Ortstermin auf dem 110 Meter hohen Buchenberg Betroffene und Entscheidungsträger einfanden. Unter ihnen: Heinz Balster und Friedel Wieland von der Steinfurter Touristik, Ulrich Ahlke, Geschäftsführer der Leader-Region Steinfurter-Land, Reinhard Niewerth, Technischer Beigeordneter der Stadt Steinfurt, Kreissparkassen-Vorstand Heinz-Bernd Buss, vom Arbeitskreis „Borghorst/Burgsteinfurt 2025“ sowie Mitarbeiter der Stadtwerke.


34 Meter hoch soll einmal die neue Aussichtswarte aus Stahl werden. Keiner kannte die Rundumsicht. Was sieht man vom Buchenberg aus rund 140 Metern Höhe? Feuerwehrmänner brachten bei ihrer Übung die 31 Meter lange Drehleiter, unter der Leitung des stellvertretenden Leiters der Freiwilligen Feuerwehr, Franz-Josef Gönner, in Stellung. Gäste ohne Höhenangst hievte Feuerwehrmann Karsten Elpers zunächst am höchsten Punkt des Berges über die Baumgipfel. Dabei wurden sie von einem überraschend großartigem Panorama überrascht, konnten den Blick im kalten Morgendunst schweifen lassen. Im Süden über Borghorst mit markanten Gebäuden: die Kirchturmspitze der Nikomedes-Kirche, den BWS-Schornstein und etlichen Häusern mit ihren Rauchfahnen, Windräder, bis hin etwas schemenhaft zum Altenberger Höhenrücken und Schöppinger Berg. Auf der Nordostseite waren die Bauerschaften Ostendorf und Hollich mit dem Biokraftwerk und in der Ferne die Rauchfahnen vom Kraftwerk Ibbenbüren und Lingen zu erkennen. Der Stadtteil Burgsteinfurt war baumbeschränkt nicht zu sehen. Bei den weiteren zwei Standortprüfungen konnte lediglich der letztere mit 108 Höhenmetern bedingt gefallen. Hier sah man bei ausgefahrener Drehleiter größere Gebäude von Burgsteinfurt. Vermessungsingenieur Rudolf Wehmeyer erklärte: „Wir erstellen nun Geländeprofile um den optimalen Standort zu finden und vor allen Dingen festzustellen, wie hoch der Turm gebaut werden muss“. Nach seiner vorsichtigen Einschätzung müsste der Turm am dritten Prüfort 40 Meter haben, dann wären beide Stadtteile sehr wohl und auch das Schloss sichtbar sein. Niewerth: „Beide Stadtteile müssen gesehen werden, was nützt uns die Lingener -Landschaft, optisch muss man vom Sendeturm abbleiben“.

„Um weiter zu kommen, müssen wir uns zusammensetzen“, sagte abschließend Reinhard Niewerth und kündigte in Kürze einen runden Tisch bei der Stadtverwaltung an, um mit allen beteiligten Behörden die Genehmigungsfähigkeit abzuklären. Wir sind hier im FFH-, Naturschutz-, Landschaftsschutz-, und Erholungsgebiet, von allem muss dispensiert werden.“



05 · 02 · 12





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