Steinfurt erfüllt Träume


Achim Feldhaus zog gemeinsam mit Frau und Tochter von Münster nach Borghorst. Hier konnte sich die kleine Familie endlich den Traum vom eigenen Haus erfüllen. Fotos:
Achim Feldhaus zog gemeinsam mit Frau und Tochter von Münster nach Borghorst. Hier konnte sich die kleine Familie endlich den Traum vom eigenen Haus erfüllen. Fotos:
(jse)


Steinfurt - Achim Feldhaus fühlt sich in Borghorst pudelwohl. Im Dezember zog er mit seiner Frau und Tochter von Münster nach Borghorst. „Wir wollten endlich mal eine Terrasse und einen Garten“, erklärt Feldhaus, der sich diesen Wunsch in Münster niemals hätte erfüllen können: „Münster ist einfach viel zu stressig und zu teuer.“

So wie Familie Feldhaus geht es vielen Menschen. Im vergangenen Jahr waren es genau 1221 Personen, die nach Steinfurt zogen, davon 750 zum ersten Mal.


Am Sonntag wurden die Neuburger im Rathaus em­pfangen. 145 Erwachsene und Kinder waren der Einladung gefolgt und bekamen die kulturelle Vielfalt der Kreisstadt in Präsentationen und an Infoständen geboten.

Bürgermeister Andreas Hoge schwärmte: „Steinfurt ist ein Juwel mit vielen Facetten.“ Er warb eifrig für die beiden Stadtteile Borghorst und Burgsteinfurt, betonte die abwechslungsreichen Angebote von Sport und Musik sowie Steinfurt als anerkannten Hochschulstandort. Hoge: „Bei uns kann sich vom Kleinkind bis zum Senior jeder aktiv betätigen.“

Hermann-Josef Pape, leidenschaftlicher Fotograf, schwang keine langen Reden, sondern präsentierte unter dem Titel „Steinfurt - doppelt liebenswert“ zahlreiche Fotografien. Darunter versteckte Ecken, die bei den Neubürgern Lust auf Entdeckungstouren durch ihre neue Heimat weckten.

Neubürger Achim Feldhaus war von der Schönheit mancher Plätze durchaus angetan, zeigte sich jedoch auch kritisch: „Am Stadtbild muss man schon noch ordentlich pfeilen.“ Familie Fehrmann, die ebenfalls aus Münster kommt und nun in Burgsteinfurt lebt, schätzt an ihrem neuen Wohnort vor allem die Überschaubarkeit und die Ruhe. Doch genau diese Ruhe ist für manche Leute schon wieder etwas zu viel des Guten - zumindest, wenn sie einem so fremd ist wie der 25-jährigen Helena Dassen. Sie ist eigentlich die Aachener Innenstadt gewohnt, zog ihrem in Steinfurt berufstätigem Freund zu Liebe aber in eine Wohnung nach Borghorst. Helena Dassen: „Es ist schon ein Unterschied von einer großen Stadt in eine so ländliche Gegend zu ziehen.“ Doch sie werde die Vorzüge des ländlichen Lebens schon noch zu schätzen lernen, glaubt sie fest. Und bis in die nächst größere Stadt ist es ja auch nur ein Katzensprung.



05 · 02 · 12





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