Borghorst - Und wenn es nur ein Kugelschreiber war - er hat ihn auseinandergebaut. Schon als Kind. Mittlerweile ist Benedikt Brinkhaus erwachsen und aus den Kugelschreibern sind komplette Automotoren geworden. Die Schrauberei und alles was dazu gehört, hat der 22-jährige einfach im Blut. Da ist die vorbildliche Gesellenprüfung als einer der besten Kraftfahrzeug-Mechatroniker im Kreis Steinfurt fast schon kein Wunder mehr. Für Benedikt jedenfalls war seine Berufswahl nach dem Abitur am Borghorster Gymnasium ein „Treffer voll ins Schwarze“. Auch zur Freude seines Chefs Franjo Cyran. Der möchte ihn unbedingt im BMW-Autohaus an der Altenberger Straße weiterbeschäftigen. Benedikt hat ja gesagt.
Seine erste Bewährungsprobe hat der 22-Jährige schon zum Ende seiner Ausbildungszeit bestanden. „Mit Bravour“, wie Franjo Cyran lobt. Der Lehrling musste plötzlich im Teilelager aushelfen. Nach kurzer Einarbeitungszeit schmiss er den Laden ganz alleine. Bis heute. „Da gibt es manchmal richtig Stress“, weiß der frischgebackene Kfz-Mechatroniker aus seiner halbjährigen Erfahrung hinterm Lagertresen. An der einen Seite steht der Kollege, der auf den passenden Ölfilter wartet, vorne im Verkauf wollen die Kunden ihre bestellten Scheibenwischer und Radkappen in Empfang nehmen.