GAG-Schüler lernen die Wirtschaft kennen

Chefsessel statt Schulbank


Jürgen Brönstrup (links) begrüßte die Nachwuchs-Unternehmer in den Räumen der Kreissparkasse. Dort präsentierten die GAG-Schüler gekonnt ihre fiktiven Produkte.Foto:
Jürgen Brönstrup (links) begrüßte die Nachwuchs-Unternehmer in den Räumen der Kreissparkasse. Dort präsentierten die GAG-Schüler gekonnt ihre fiktiven Produkte.Foto:
(Anika Leimbrink)


Tecklenburg - Chefsessel statt Schulbank - für die Schüler und Schülerinnen aus dem Sozialwissenschafts-Leistungskurs des Graf-Adolf-Gymnasiums wurde das Realität. Für eine Woche schlüpften sie in die Rolle von Jungunternehmern und erlebten das komplexe und rasante Wirtschaftsleben hautnah.

Ermöglicht wurde den Schülern und Schülerinnen dies im Rahmen des Wirtschaftsplanspiels „Management Information Game“ (MIG) des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück-Emsland. Nun präsentierten die jungen Unternehmer ihr Produkt und das zugehörige Marketingkonzept im Haus der Kreissparkasse Steinfurt in Ibbenbüren. Neben einer optimalen Präsentation mussten auch kritische Fragen der „Einkäufer“ beantwortet werden.


„Wir möchten wirtschaftliche Arbeitsweise auf spielerische Art, aber mit dem nötigen Ernst vermitteln“, formuliert Mitorganisatorin Jana Billigmann vom Arbeitgeberverband den Hintergrund von MIG. Die Schüler und Schülerinnen sollten erleben, wie die komplexen Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Gesamtwirtschaft ablaufen. Das begann in dem zehnstündigen Unternehmeralltag mit Entscheidungen über Fertigung, Einkauf und Personal sowie Preiskalkulation und Bilanzierung. Genaue Planung und marktorientiertes Arbeiten waren gefordert, damit das eigene Produkt für den Kunden erfolgreich sein kann.

Die Teilnehmer hatten sich in ihrem Wirtschaftsspiel für einen Spiegel als Produkt entschieden. Der Auftrag für die drei Unternehmen mit den klangvollen Namen „C mee AG“, „Klarglas“ und „La vision“ umfasste 300 000 Spiegel mit elektronischer und exklusiver Ausstattung für den Auftraggeber „Tall und Matt“, die innerhalb von drei Monaten verfügbar sein mussten. Die Spiegel konnten für die Bereiche Wohnen, Auto/Straße oder Kaufhaus entwickelt werden.

Es zeigte sich, dass die Kreativität bei den Gruppen keine Grenzen kannte. Wie wäre es mit einem Spiegel, der als Einkaufsnavigator fungiert und sofort die passenden Kombinationsmöglichkeiten zu einem neuen Kleidungsstück aufzeigt? Für die „C mee AG“ ist ihr „Reflex“ das Produkt der Zukunft.

Oder lieber im Auto die absolute Sicherheit genießen dank der „KG View Serie“ von der Klarglas AG? Rück- und Seitenspiegel passen sich durch Linsenerkennung dem Blick des Fahrers an.

Mehr Überblick im Alltag bietet auch der Spiegel von „La Vision“. Sich morgens stylen und gleichzeitig Zeit, Wetter und seine aktuellen Mails und Tagesabläufe im Blick haben. Für diese Jungunternehmer aufgrund ihrer neuen Innovation kein Problem.

Nach der Präsentation hatten es die kritischen Detailfragen der „Einkäufer“, Personen aus dem regionalen Wirtschaftsleben und der Politik, in sich. Doch die Unternehmer bewiesen, dass sie in dieser Woche gelernt hatten, Stress und Anforderungen optimal zu meistern. Am Ende holte die „C mee AG“ den Auftrag knapp vor „Klarglas AG“ und „La Vision AG“.

„Es war anstrengend, aber ein guter Einblick in die Wirtschaft“, ziehen Malte Maßmann, Markus Borgmann und Yannick Dechert ihr Fazit nach der Präsentation „ihrer“ Produkte. Neben den wirtschaftlichen Erfahrungen haben die Schüler auch viele neue Erkenntnisse im Bezug auf ihre Person machen können. Erfahrungen und Eigenschaften die für einen späteren Start ins Berufsleben vom Vorteil sein können.

Das stellte auch Jürgen Brönstrup, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Steinfurt heraus. Das Kreditinstitut stellte die Räume zur Verfügung.



06 · 02 · 12





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