Wettringen. Ausnahmezustand im Saal der Gaststätte Wolters-Löbbers: Das alte Prinzenpaar Simon I. und Carolin I. wurde am Freitagabend gnadenlos von seinen Pflichten entbunden. Der Elferrat der Bogengemeinschaft Brüggenstadt-Kiebitzfeld sowie „Prinz Herbert I. von Span und Hobel, Herrscher über Vechte-Auen und Bushaltestellen aus Diesen-Hausen und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Marita I. von Steuern und Bilanzen wat mal ´ne Brinner war“ übernahmen das Regiment im Schützenverein Bilk-Haddorf.
Elf Gebote gab es vom Prinzen mit der Quintessenz: „Lieber Gemeinderat: Macht Euch das Leben nicht so schwer, für Bilk und Haddorf müssen mehr Steuergelder her! Denn dank Biogas ist es nun klar, dass Bilk die Wiege Wettringens war!“ Das war das Motto des Abends. Natürlich musste Bürgermeister Engelbert Rauen den goldenen Schlüssel der Macht abgeben. So groß - zu welchem Schloss passt er eigentlich? Egal, das Prinzenpaar wird es schon wissen.
Professor Dietmar Berning brachte in seiner Serie „Expeditionen ins Tierreich“ eine überzeugende Vorlesung über die vom Aussterben bedrohte Spezies „Wettringer“ - seine Anatomie (Besonderheit: der Jammerlappen), seine Intelligenz (eigene Maßnahmen, Brücken über die Aa zu erbauen, scheiterten. Daher greifen sie auf Boote zurück), seine Kommunikation, ein Mittelding aus Hoch- und Plattdeutsch.
Und immer wieder wurde getanzt: die Kindergarde der WKG unter der Leitung von Vanessa Schlamann brachte einen Dschungel-Tiger-Tanz. Die Juniorengarde unter Vanessa Schlamann und Sarah Reinards sowie die Seniorengarde, trainiert von Alina-Sophie Schmees und Mareike Elling, tanzten den Gardetanz. Und die „Crazy Girls” unter Caroline Köning traten unter voller Munition auf.