Drensteinfurt - Wer auf dem harten Terrain schon einmal einen unfreiwilligen „Abflug“ gemacht hat, der weiß, dass er mitunter ein längeres „Andenken“ behält. Denn ein altgedienter Tennenplatz ist beim Aufprall buchstäblich hart wie Beton. Weshalb er in Fußballerkreisen seit längerem auf der „Abschussliste“ steht und vorzugsweise - wie jüngst in Rinkerode - durch Kunstrasen ersetzt wird.
Letzterer kostet jedoch richtig Geld. Und ist dazu im Drensteinfurter Erlfeld bereits vorhanden. Um den alten Ascheplatz dennoch künftig besser - und gesünder - zu nutzen, will die Stadt nun einen anderen Weg gehen. Wie Bürgermeister Paul Berlage am Donnerstagabend den Mitgliedern des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur erläuterte, soll auf dem Ascheplatz eine dünne Schicht Mutterboden aufgetragen werden, die mit Rasensamen versehen wird. „Der Rasen wächst so quasi direkt auf der Asche. In anderen Orten wurde dies bereits erfolgreich so gemacht“, berichtete Berlage. Vorteil dieser Maßnahme: Sie kostet vergleichsweise wenig Geld - Erde und Samen kosten rund 1500 Euro, eine mobile Beregnungsanlage rund 2500 Euro - und sie lässt sich im Falle eines Misserfolges ohne größere Probleme wieder rückgängig machen. „Ich finde die Idee gut“, sagte der Bürgermeister.