Beckum - Erst wird er Torwart bei Schalke und dann Manager bei den Blau-Weißen. Für Melvin ist das eine klare Sache. Torwart will er werden, weil er da nicht so viel laufen muss und Manager, damit er gute Spieler einkaufen kann. Melvin ist eben ein cleveres Kerlchen. Der Achtjährige hat einen überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten und gilt als hochbegabt.
Schwarz auf Weiß hat Melvin diese Diagnose, weil er Probleme in der Schule hatte. Dort langweilte sich der Junge nämlich - und störte dann im Unterricht, weil er „extrem zappelig“ war, wie sein Vater beschreibt. „Der Ergotherapeut hat uns den Tipp gegeben, den Jungen bei der Schulpsychologischen Beratungsstelle testen zu lassen“, sagt Gregor Wulff. Denn in der Schule sei Melvins besondere Begabung zuvor nicht aufgefallen. Auch das soll häufiger vorkommen. „Viele Lehrer sind schlechte Diagnostiker, wenn sich Intelligenz nicht in der Leistung widerspiegelt“, erklärt Schulpsychologin Sarah Rappe, die seit zwei Jahren den Kontakt zu Melvin und seiner Familie hat. Denn um den Intelligenzquotienten zu ermitteln, bedürfe es genauer Testverfahren.