„Politisch-Kulturelle Wochen Indien“

Kochen macht Ayurveda-Freak Volker Mehl glücklich


Volker Mehl stellt seine Ayurveda-Kochkünste in Sendenhorst und Drensteinfurt vor.
Volker Mehl stellt seine Ayurveda-Kochkünste in Sendenhorst und Drensteinfurt vor.


Sendenhorst/Drensteinfurt - Nein, er sei nicht so der große Frühstücker, schmunzelt Volker Mehl am Telefon: „Bei mir gabs nur einen Ingwer-Tee.“ Aber er arbeite gerade in Richtung Mittagessen und werde sich dann eine Gemüsepfanne mit Reis schmecken lassen.

Volker Mehl ist Ayurveda-Koch und in dieser Eigenschaft ein herausragender Programmpunkt der „Politisch-Kulturellen Wochen Indien“. Am Montag, 30. Januar, ist er um 19 Uhr in der „Alten Post“ in Drensteinfurt zu Gast, am Dienstag, 31. Januar, um 19 Uhr im Sendenhorster Haus Siekmann und am Mittwoch, 1. Februar, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Sommer in Ahlen.


Dann hat der 35-Jährige nicht nur sein Buch „Koch dich glücklich mit Ayurveda“ im Gepäck, sondern auch tatsächlich kleine Kostproben für die Zuhörer. „Wahrscheinlich ein Chutney und Mini-Buletten.“

„Ayurveda“, sagt Volker Mehl, „ist Lebenswissenschaft.“ In den ganzheitlichen Ansatz gehöre neben Massagen, Kräuterkunde und Astrologie eben auch die Ernährungslehre, bei der er nach seiner Ausbildung hängengeblieben sei. „Ich war schon immer ein Genuss-Affiner“, erklärt der Autor. „Und Ayurveda ist eben auch Genuss.“

Und wie sieht das Glück aus, das ihm die ayurvedische Küche bringt? „Ganz pragmatisch: Für mich ist Kochen nicht nur das lästige Übel, um den Magen zu füllen“, sagt Volker Mehl. Vielmehr werde geistige und körperliche Gesundheit gefördert. Und: „Alle Geschmacksrichtungen werden in jeder Mahlzeit abgebildet.“ Folglich stehe man nach einer ayurvedischen Speise ohne Mangelgefühl auf. Jeder kenne doch diesen Drang, nach dem Essen noch mal zu Chips oder Schokolade zu greifen. Jeder Geschmack habe eine emotionale Ausprägung und der Körper gebe darauf Rückmeldung.

Sein Publikum bei Lesungen sei zu 90 Prozent weiblich, hat Mehl festgestellt. Aber auch, dass sich das Geschlechterverhältnis in den Intensiv-Kochkursen zuweilen dreht: „Da sind plötzlich bei acht Teilnehmern sechs Männer.“

VON SABINE TEGELER, AHLEN


25 · 01 · 12





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