Goldener Meisterbrief: Franz Schabhüser geehrt

Betrieb des Chefs übernommen


Malermeister Franz Schabhüser freute sich gestern über den Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer.
Malermeister Franz Schabhüser freute sich gestern über den Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer.


Milte - Die Sektkorken knallten gestern Morgen im Hause Schabhüser, Schnittchen wurden serviert, und Hermann Borgmann und Heinrich Schwartengräber griffen in die Tasten ihrer Handharmonikas. Alles zu Ehren des Hausherrn, Franz Schabhüser. Seit mittlerweile 55 Jahren ist der 78-jährige Milter Malermeister. Gestern überreichte ihm Georg Witte, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung, im Beisein von Familie, Freunden und Nachbarn den Goldenen Meisterbrief.

Gleich nach seiner Schulzeit hatte der 1934 in der Bauerschaft Hörste geborene Franz Schabhüser eine Lehre im Malerbetrieb Rupe in Milte absolviert. Den Betrieb seines Chefs sollte er Jahre später - 1959 - übernehmen und unter dem Namen „Maler- und Lackiererbetrieb Franz Schabhüser“ weiterführen, während Malermeister Rupe sich als Dekorateur einen Namen machte.


Nach der Gesellenzeit bei Rupe (1951 bis 1952) verbrachte Franz Schabhüser aber zunächst zwei weitere Gesellenjahre im Malerbetrieb Falke in Ascheberg, wo er auch wohnte. Nur an den Wochenenden kehrte er ins heimatliche Milte zurück. Per Fahrrad. Von 1954 bis 1956 war Schabhüser als Malergeselle bei der Firma Brandkamp in Warendorf angestellt, ehe er von 1956 bis 1957 die Malerfachschule in Lemgo besuchte Vor der Handwerkskammer Detmold legte er 1959 die Meisterprüfung ab.

Seine erste eigene Werkstatt betrieb Franz Schabhüser zunächst in den ehemaligen Räumen im Dorfkern, dem späteren Sparkassen-Gebäude. Kaum war Anfang der 60er-Jahre die Kellerdecke seines eigenen Hauses an der Telgenstraße 1 gegossen, war er auch schon mit seiner Werkstatt in den Keller des Neubaus gezogen. Tatkräftig bei der Arbeit unterstützt wurde er von seiner Frau Marianne, die er 1964 heiratete. Die gelernte Bürokauffrau übernahm sämtliche Büroarbeiten.

Darüber, dass seine Söhne Norbert und Martin in seine Fußstapfen getreten sind, freut sich Franz Schabhüser, ganz besonders. Sohn Norbert hat 1996 nach Ausbildung, Gesellenzeit und Meisterschule den väterlichen Betrieb übernommen, den er unter eigenem Namen fortführt. Sohn Martin hat nach Besuch der Meisterschule und 23-jähriger Betriebszugehörigkeit den Maler- und Lackiererbetrieb Franz Elsler in Warendorf übernommen, den er seither unter dem Namen Neues Wohnambiente Malerbetrieb Martin Schabhüser in Milte und Warendorf weiterführt.

Franz Schabhüser genießt derweil den wohlverdienten Ruhestand, in dem keine Zeit für Langeweile ist. Handharmonikaclub, Wellensittichzucht, Bürgerschützenverein, Altkolping, das Radeln mit Freunden und die Familie fordern ihn. Und manchmal auch überraschende Termine wie gestern die Verleihung des Goldenen Meisterbriefes bei Sekt und Schnittchen und Musik.



09 · 02 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
MÜNSTERLAND


© Münsterländische Volkszeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette