Münster - Irgendwie war das nicht nach Nicoles Geschmack: Eigentlich hatte sich die Germanistik-Studentin vorgenommen, die Brings auf der Bühne 1 des Hafenfestes zu sehen - doch der Weg zum Erfolg war hart auf dem Hafenfest. Denn schon auf rund der Hälfte der Flaniermeile ging gar nichts mehr: „Drängeln auf höchstem Niveau“ lautete die Devise. „Es ist schon ein Wunder, dass keiner ins Wasser gefallen ist“, beschwert sich die Studentin. Zu dem Auftritt der köllschen Gruppe Brings ist sie dann nicht mehr gegangen. „Ich habe doch genug Auswahl - dann eben zu den „Aviours of soul“ an die Brinkhoff-Bühne. Da habe ich wenigstens Platz.“
Doch nicht jeder gab so schnell auf wie Nicole. So war es nicht verwunderlich, dass bei der urköllschen Band kaum noch ein Platz vor der Bühne zu bekommen war. In klassischer Manier lautet dann die Frage an die Fans: „Wollt ihr uns tanzen sehen?“ - was mit großem Applaus quittiert wurde. Hüpfend und springend demonstrierten sie, dass es eben keine Frage des Alters ist, das Publikum zu begeistern.