Allwetterzoo: Malaienbären beziehen neues Zuhause


Ein neues Zuhause haben die Malaienbären im Allwetterzoo bezogen.
Ein neues Zuhause haben die Malaienbären im Allwetterzoo bezogen.
(Foto: Allwetterzoo)


Münster - Im Allwetterzoo Münster haben "Klaus" und "Josefine", die Malaienbären, ein neues Zuhause bekommen. Ihre Freianlage wurde naturnah gestaltet: Statt Beton gibt es jetzt unter anderem helle Steine und grüne Pflanzinseln, hohe Kletterbäume, mehrere Schattenplätze und viel Rindenmulch zum Wühlen.

Klaus ist 23 Jahre alt, geboren wurde er im Zoo von Miami/USA, Josefine ist neun Jahre alt und eine geborene Berlinerin. Malaienbären leben in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Sie gehören zur Familie der Großbären, also zu den größten Landraubtieren der Erde. Jedoch ist der ausgewachsene Malaienbär mit bis zu 1,50 Meter Länge und 50 bis 65 Kilogramm Körpergewicht der kleinste Vertreter der Großbären.

Die Zoobesucher kommen jetzt laut Pressemitteilung des Allwetterzoos sehr viel näher an die Bären heran als früher. Es gibt bodentiefe Glasscheiben dicht am Gehegerand und eine hölzerne Besucher-Plattform, die sogar über den Wassergraben der Bärenanlage reicht. Auch der gesamte Bereich vor der Anlage wurde umgestaltet und bietet ein harmonisches Bild. Dazu tragen eine formschöne Pflasterung von Weg und Schaubucht ebenso bei wie neue Pflanzungen am Gehegerand. Verwendet wurde viel Bambus, der auch im Winter grün ist.

Baubeginn war am 16. März 2009. Die Malaienbären haben ihre neue Außenanlage erstmals am 8. Mai kennengelernt. Die letzten Bauarbeiten im Besucherbereich werden bis zum 19. Juni erledigt sein.


35 Jahre alter Beton wurde in einer Gesamtfläche von etwa 550 m² saniert, die Rückwand anschließend in abgestuften Grüntönen gestrichen. Die gesamte Gehege-Fläche von rund 160 m² wurde überarbeitet. Wo sich zuvor Beton zeigte, bedecken heute knorrige Baumstämme, helle Sandsteine und Rindenmulch den Boden.

Es wurden rund 15 m³ Holz in Form von Stämmen, kräftigen Eichenkronen zum Klettern oder für Absperrungen benötigt und insgesamt ca. 65 Tonnen Sandstein verarbeitet.
Der Großteil der Arbeiten wurde von einem Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen bewerkstelligt. Darüber hinaus waren eine Malerfirma und zahlreiche Zoo-Handwerker beschäftigt. Allein die Zoo-Gärtner haben rund 200 Arbeitsstunden investiert!

Eine Bären-Galerie im Bärenhaus umfasst knapp 40 „Schaufenster“. Kleine und größere Vitrinen in unterschiedlichen Formen schmücken die sanierten, hell gestrichenen Wände und zeigen „bäriges“ Leben in allen Facetten. Neue Informationstafeln mit Texten, Fotos und Illustrationen informieren über die drei im Allwetterzoo lebenden Bärenarten.



19 · 06 · 09





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