Münster - Douglas Wolfsperger sieht nicht aus wie jemand, der sich entsorgen lässt. Eher wie ein ganzer Kerl von einem Filmemacher, der mit beiden Beinen im Leben steht und es nicht nötig hat, sich bei irgendwem anzubiedern. Umso stärker, wenn jemand mit diesem Auftreten um Fassung ringt. „Hallo Douglas“, steht in kunstvoller Kinderschrift auf dem Blatt Papier, das er in die Kamera hält. Es ist ein Brief seiner kleinen Tochter. Darin steht weiter, dass sie ihn nicht mehr mag und nicht mehr wiedersehen will.
In diesem Moment ist es im großen Kinosaal des Cinema noch ein bisschen stiller. Und es ist ohnehin schon sehr still; als das Licht angeht, haben etliche Zuschauer Tränen in den Augen. Beifall für den Regisseur. Gibt es Fragen?