Hilfreicher Wegweiser für Senioren


In der DKV-Residenz am Tibusplatz wurden gestern die drei ersten kundenorientierten Qualitätsberichte vorgestellt. Foto:
In der DKV-Residenz am Tibusplatz wurden gestern die drei ersten kundenorientierten Qualitätsberichte vorgestellt. Foto:
(mm)


Münster - Geschichten, die das Leben schreibt - nicht irgendwo, sondern in drei Seniorenheimen. Gespickt mit netten und persönlichen Geschichten, die Lebensqualität und Freude zum Ausdruck bringen, wurde gestern im Tibus ein Werk vorgestellt, für das die DKV-Residenz, das Klarastift und das LWL-Pflegezentrum neun Monate an einem Strang zogen.

Die Arbeit und der Austausch in Workshops hat sich gelohnt. Denn am Ende präsentierten diese drei Seniorendomizile ihre Qualitätsberichte. Und die sind bunt, flott, fröhlich und informativ gestaltet. Mit Fotos, Interviews und Kurzreportagen.


Nach verschiedenen Lebenswelten übersichtlich sortiert, wird darin aus unterschiedlichen Perspektiven alles aufgezeigt, was der Alltag für die Bewohner in den drei Einrichtungen bereithält.

Wie die Geschichte von Gerda Lerch, eine Frau von Welt. Das 93-jährige Model weiß genau, wie gut behütete Auftritte auszusehen haben. In der DKV-Residenz am Tibusplatz ist sie zu Hause - und macht dort auf dem Laufsteg eine gute Figur. Wie vor einiger Zeit, als sie stilvoll Hutmodelle im Musik-Café im Tibus präsentierte.

Neben Modenschauen wird hier „Marias Himbeertraum“ nicht nur geträumt, sondern als Dessert-Schlager serviert. Die Variation aus Mascarpone, Quark und frisch passierten Himbeeren steht an heißen Tagen ganz oben auf der Liste.

In der Hauptrolle der Qualitätsberichte sind die Menschen, die dort leben und arbeiten. So lassen sich Angebote blätternd vergleichen, damit man das Heim für sich herausfischen kann, was einem auch am meisten behagt.

Die kundenorientierten Qualitätsberichte hat das Beratungsunternehmen Konkret Consult GmbH Ruhr (KCR) in Zusammenarbeit mit den Sozialministerien und Trägerverbänden in NRW und Schleswig-Holstein entwickelt.

Roland Weigel, KCR-Geschäftsführer, brachte die Kernidee rüber, die da lautet: „Der Kunde will vergleichen.“ Der Medizinische Dienst prüfe mit Benotungen wie ein TÜV und Stiftung Warentest die Qualität. „Viel interessanter ist jedoch, wer dort lebt und arbeitet. Welche Geschichten aus dem Alltag erzählt werden. Was den Seelsorger zuletzt bewegt hat, was eine Friseurin über die Atmosphäre berichten kann und welchen Eindruck die Angehörigen haben“, erläuterte Roland Weigel die Konzeption. Tatsächliche Experten mussten dafür befragt werden, die die Leistungen auch in Anspruch nehmen. So sei das Weltenmodell entstanden. „Denn beim Einzug in ein Seniorenheim taucht man nicht in eine, sondern in viele Welten ein“, berichtete Roland Weigel. Als da wäre die Wohnwelt mit Nachbarn und Essplatz, die Welt der Gemeinschaft, die Welt der Institutionen, die Welt von Geld, Recht und Formalitäten, oder die neue Außenwelt wie Kirchengemeinde, Kindergarten oder Vereine in Heimnähe. Auch der Tod wurde beim Sammeln der Antworten auf insgesamt 150 Leitfragen aus fünf Welten nicht ausgeklammert.

In Münster sind es die ersten drei Einrichtungen, NRW-weit gibt es bereits 50 Einrichtungen, die mit den kundenorientierten Qualitätsberichten nach dem „Weltenmodell für Transparenz“ ihre Vorzüge nach außen darstellen und somit ihr Profil schärfen.

VON MARIA MEIK, MÜNSTER


28 · 04 · 10





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
AKTUELLE FOTOSTRECKEN
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.


© Münsterländische Volkszeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette