Düsseldorf/Münster - Münster ist auf dem besten Weg, ein führender Standort für die Stammzellforschung zu werden. Diese Chance dürfe die neue Wissenschaftsministerin Svenja Schulze nicht aufs Spiel setzen, mahnt der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Josef Laumann, gemeinsam mit den beiden münsterischen CDU-Abgeordneten, Professor Thomas Sternberg und Josef Rickfelder. Sie beziehen sich auf ein Interview Schulzes mit den WN, in dem sie die Förderzusagen der Vorgängerregierung für das Referenzzentrum für angewandte Stammzellforschung zurückhaltend bewertete und erklärte, diese zunächst prüfen zu wollen.
Dabei geht es um 60 Millionen Euro aus Landesmitteln, ergänzt um weitere 20 Millionen Euro aus dem Bundesetat. Im April hatten Bundesforschungsministerin Annette Schavan und der frühere Ministerpräsident Jürgen Rüttgers diese Anschubfinanzierung für das „Care“-Projekt (Centrum für angewandte regenerative Entwicklungstechnologien) zugesagt, das unter Leitung von Professor Hans Schöler in Münster entstehen soll. Schölers Spezialgebiet sind die sogenannten adulten Stammzellen, die auf ein Stadium zurückentwickelt werden können, aus dem sie - wie embryonale Stammzellen - zu allen Zelltypen des Körpers entwickelt werden können.