Münster - Hannover macht es, Hamburg drückt ein Auge zu - aber Münster geht auf Nummer sicher. Wenn es um die Freigabe öffentlicher Eisflächen geht, ist aus dem Stadthaus nur ein strenges Grummeln zu vernehmen. Bohrt man nach, bekommt man aus dem Presseamt eine offizielle Antwort: „Die Stadt gibt grundsätzlich keine Eisflächen frei. Sie prüft auch nicht die Eisdicke oder gibt eine Einschätzung ab, ob eine bestimmte Eisdecke zu einem bestimmten Zeitpunkt tragfähig ist oder nicht.“ Das ist deutlich.
Niedersachsens Landeshauptstadt ist da zugänglicher: Am Mittwochvormittag wurde der Maschsee hinterm Rathaus offiziell freigegeben, bestätigt Dennis Dix vom hannoverschen Presseamt. Städtische Mitarbeiter hatten bei Probebohrungen eine stabile Eisdecke von 13 Zentimetern ermittelt. Zwei Flaggen mit dem Stadtwappen signalisieren seitdem: Eintritt frei. An der Alster in Hamburg heißt es zwar auch: „Betreten auf eigene Gefahr“, aber die Stadt führt regelmäßig eine „Eisschau“ durch und veröffentlicht einen „Eiszustandsbericht“.