Münster - Nachdem die Geschäftsführung des DRK-Blutspendedienstes West mit der Kündigung des Betriebsrats und Verdi-Funktionärs Eduard Traxmandl-Runge vor dem Arbeitsgericht Münster gescheitert ist (WN, 22.8.), geht der Blutspendedienst offenbar wieder auf Konfrontationskurs: Der Arbeitgeber hat nach Informationen der Gewerkschaft Verdi das Landesarbeitsgericht in Hamm angerufen, um die Kündigung weiterzubetreiben.
Hintergrund des Verfahrens sind seit drei Jahren andauernde Auseinandersetzungen um Tarifabschlüsse mit unterschiedlichen Gewerkschaften und Verbänden beim Blutspendedienst. In einem Schreiben an den Aufsichtsrat hatte der Betriebsrat Ende Mai dem Blutspendedienst unter anderem vorgeworfen, sich nicht um sein Kerngeschäft zu kümmern. Der Blutspendedienst sah darin eine Diffamierung der Geschäftsleitung, woraus er den Grund für die fristlose Kündigung ableitete.