Münster - Gegenwind für die Drogenbeauftragte der Bundesregierung: Ihr geplantes Verbot des Mode-Rauschmittels Spice wird vom münsterischen Drogen-Experten Dr. Wolfgang Schneider als „nicht zielführend“ angesehen. Die Jugendlichen, die ohnehin Drogen konsumierten, seien mit einem Verbot nicht abzuschrecken. Im Gegenteil: „Die greifen womöglich auf noch gefährlichere Drogen zurück“, so die Befürchtung von Schneider, der den Drogenhilfeverein Indro am Bahnhof leitet.
Anfang der Woche hatte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, in Berlin erklärt, Spice (zu Deutsch: Gewürz) noch im Januar per Eilverordnung verbieten zu wollen. In der Kräutermischung sei ein synthetisches Cannabinoid mit dem Namen JHW-018 gefunden worden. Dieses habe eine ähnliche Wirkung wie Cannabis (Haschisch oder Marihuana), wenn man es rauche.