Münster-Nord - Es gibt immer weniger Stadtteil-Pinten. Dieser Eindruck drängt sich auf, schaut man in die Runde. Von Sprakel mal abgesehen, das gleich zwei Lokalitäten hat: den „Sandruper Baum“ und die „Alte Mitte“. In Coerde gibt es den „Heidekrug“, das Ausflugsziel am Rande der Rieselfelder mit dem sagenhaften Sonnenuntergang. Das Restaurant „Coerheide“ gehört der Vergangenheit an. In Kinderhaus fehlt das „Küörwken“. Aber es gibt mehrere Restaurants: Wilhelmer, Schulze Relau, Jadepalast und als gastronomische Stätte bei Westfalia die „Hütte“.
Hat die Stadtteil-Lokalität noch Chancen? Das ist eine Frage, die Renate Dölling, Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands, differenziert sieht. „Eine ganz normale Kneipe findet man immer weniger, es muss schon Programm geboten werden, Eventcharakter muss dabei sein“, sagt die Fachfrau. Sie wohnt in Kattenvenne, von den vielen Lokalitäten im Dorf sei ein Betrieb übrig geblieben, „der macht alle Familienfeiern“.