Spende für die Lernwerkstätten

Bevor die Misserfolgsschiene anfängt


Symbolisch für die Geldspende in Höhe von 25 000 Euro überreicht Renate Fritsch-Albert (Westfalen AG) dem Stiftungsdezernenten der Stiftung Mitmachkinder, Thomas Paal ein Lernspiel für die Lernwerkstätten.Foto: gr
Symbolisch für die Geldspende in Höhe von 25 000 Euro überreicht Renate Fritsch-Albert (Westfalen AG) dem Stiftungsdezernenten der Stiftung Mitmachkinder, Thomas Paal ein Lernspiel für die Lernwerkstätten.Foto: gr
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Münster-Hiltrup - Jahrelang hat die schulpsychologische Beratungsstelle darauf gewartet, dass Wirtschaftsunternehmen die Arbeit in den Lernwerkstätten an den Schulen unterstützen. Genau genommen sind es exakt 20 Jahre, wie Bernhard Ringbeck sich erinnert. Umso glücklicher ist er, dass mit der Westfalen AG nun ein Anfang gemacht ist. 25 000 Euro überreichte Renate Fritsch-Albert der Stiftung Mitmachkinder, die einen Teil der Mittel auch an die Lernwerkstätten an fünf verschiedenen Schulen in Münster weiterleitet.

„Die Wirtschaft hat immer geklagt, dass 15-Jährige nicht lesen oder richtig schreiben können“, sagt Ringbeck. „Hier im Grundschulalter muss man ansetzen, bevor für die Kinder die Misserfolgsschiene anfängt.“


An der Ludgerusschule funktioniert die Lernwerkstatt aus Sicht der Schulpsychologischen Beratungsstelle mustergültig. Kompetente Lehrer und Honorarkräfte kümmern sich, wenn es mit dem Lesen und Schreiben hapert und nicht mehr im regulären Unterricht aufgefangen werden kann, wie der Leiter der schulpsychologischen Beratungsstelle, Lothar Dunkel, betont. Besonders gelobt wird die enge Verzahnung zwischen Schule und Werkstatt - zum Wohl der Kinder. Darüber hinaus engagiert sich die Schule mit sechs Wochenstunden in dem Projekt, an dem derzeit 30 Kinder teilnehmen, und übernimmt Verwaltungsaufgaben, wie Schulleiterin Nicole Essing betont.

Für Thomas Paal, Sozialdezernent der Stadt Münster und zugleich Stiftungsdezernent der Stiftung Mitmachkinder, ist die Sachmittelspende der Westfalen AG deshalb so wichtig, da es auch in Münster mittlerweile „zu viele Kinder“ gibt, „die in Bedingungen aufwachsen, die sehr schwierig sind“. Geradezu „als Pflicht“ bezeichnet es Renate Fritsch-Albert für heimische Unternehmen wie die Westfalen AG, diesen Kindern zu helfen. Rund 16 000 Euro kamen zusammen, als ihr Mann Wolfgang Fritsch-Albert anlässlich seines 65. Geburtstags statt Geschenken um Spenden für die Stiftung Mitmachkinder und die Lernwerkstätten bat. Fritsch-Albert stockte nochmals auf.

VON MICHAEL GROTTENDIECK, HILTRUP


30 · 01 · 12





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