Abschied vom Amt des Stützpunktleiters


72 Teilnehmer - hier mit dem scheidenden Stützpunktleiter Rudolf Dietrich (r.) - verzeichnet die zurückliegende Sportabzeichen-Saison. Foto:
72 Teilnehmer - hier mit dem scheidenden Stützpunktleiter Rudolf Dietrich (r.) - verzeichnet die zurückliegende Sportabzeichen-Saison. Foto:
(tu)


Münster-Roxel - „Da ist man schon stolz drauf“, sagte Rudolf Dietrich mit bewegter Stimme. „Man hört mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf!“ Wie schwer dem langjährigen Chef des Roxeler Sportabzeichen-Stützpunkts der Abschied von seinem Ehrenamt fällt, das war bei seiner nunmehr letzten Urkunden-Verleihung im BSV-Sportlerheim unüberhörbar und unübersehbar.

Er werde ab und zu vorbeischauen und gerne aushelfen, „wenn mal Not am Mann ist“, versprach der drahtige 84-Jährige, der während der 46 Jahre seines Wirkens als Roxeler Stützpunktleiter stolze 5000 Prüfungen abgenommen hat. Die Feierstunde nutzte die stellvertretende BSV-Geschäftsführerin Maria Baumhöver für ein herzliches Dankeschön an den scheidenden „Mr. Sportabzeichen“ und dessen langjähriger Helferin Ingrid Kleinschmidt: „Das sind Zahlen, die ihresgleichen suchen!“.


Wenn das kein Vorbild in puncto Ehrenamt und Sportlichkeit ist: Seit 1962 war Rudolf Dietrich - zunächst als BSV-Übungsleiter - somit insgesamt 50 Jahre im Dienst. Sein eigenes, nunmehr 46. goldenes Sportabzeichen, erworben in der zurückliegenden Saison, zählt ebenfalls zu den 5000 Prüfungen.

Dank der hohen Teilnehmerzahlen gehörte der Roxeler Trainingsstützpunkt stets zur Spitzengruppe in Münster, bekräftigte Dietrich in einer kurzen Ansprache nach den Dankesworten auch von Ingrid Kleinschmidt und seinem Nachfolger Johannes Schulze Everding. Ihm, bislang Übungsleiter in der Leichtathletik-Abteilung, wünschte der scheidende Sportabzeichen-Chef „den gleichen Erfolg, den ich gehabt habe“.

72 Urkunden, darunter zwei Familienurkunden, händigten Rudolf Dietrich und Ingrid Kleinschmidt anschließend aus. Wie immer zeigte sich das Duo (fast) zufrieden mit dieser soliden Bilanz: Die Teilnehmer waren zwischen acht und 80 Jahren. Es könnten allerdings durchaus etwas mehr Jugendliche sein, merkte Dietrich zuvor kritisch an.



27 · 01 · 12





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