Flughafen Münster/Osnabrück

FMO bittet Eigentümer zur Kasse


(Foto: Uwe Renners)
(Foto: Uwe Renners)


Greven - Startbahnverlängerung, juristische Scharmützel - seit Anfang Juni liegt das Millionenprojekt wieder auf Eis. Ein neues Planergänzungsverfahren ist notwendig, das FMO-Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung so rasch als möglich anschieben wollen. Wann und ob die 60 Millionen Euro teure Landebahnverlängerung kommt, ist offen.

Trotzdem hat die Geschäftsführung des Flughafens ihre Gesellschafter darüber informiert, dass 2012 die dann dritte Zahlungstranche fällig sein wird. Nach zehn Millionen Euro in 2006 und sieben Millionen Euro ein Jahr später müssen die Anteilseigner ihrem Flughafen jetzt 4,9 Millionen Euro zukommen lassen.


Dass davon 2,5 Millionen Euro für eine Erneuerung der Befeuerungsanlage ausgegeben werden, bestätigte Flughafensprecher Andres Heinemann. „Das war immer in den Kosten von 60 Millionen Euro enthalten.“

Dass nunmehr die Befeuerung unabhängig von der Startbahn erneuert werden müsse, hänge ursächlich mit der langen Verfahrensdauer zusammen - 17 Jahre.

Auch FMO-Aufsichtsratsvorsitzender Markus Lewe sieht diesen Finanzbetrag als „völlig unproblematisch“ an. Das gehöre zum Gesamtpaket. Für seinen Stellvertreter, Steinfurts Landrat Thomas Kubendorff, steht fest, dass die „Belastung des Flughafens Grenzen“ erreicht habe. Der FMO habe schließlich schon den Terminalausbau „alleine gestemmt“. Ohne diese Investition, sagt der Landrat, würde der Flughafen heute tiefschwarze Zahlen schreiben.

VON ULRICH RESKE, GREVEN


20 · 07 · 11



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