Osnabrück und Münster

Knochenmarktransplantation: Schneller Zugang durch enge Kooperation


Schneller Zugang zur Knochenmarktransplantation für Patienten aus Osnabrück (v.l.): Der Geschäftsführer des Klinikum Osnabrück, Dr. Hansjörg Hermes, der Osnabrücker Onkologie-Chefarzt Prof. Dr. Olaf Koch, Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster, Privat-Dozent Dr. Matthias Stelljes, Oberarzt  der Abteilung für Knochenmarktransplantation sowie Prof. Dr. Wolfgang Berdel, Direktor der Klinik für  Hämatologie, Onkologie, Pneumologie und Knochenmarktransplantation des UKM, freuen sich über die Kooperation.
Schneller Zugang zur Knochenmarktransplantation für Patienten aus Osnabrück (v.l.): Der Geschäftsführer des Klinikum Osnabrück, Dr. Hansjörg Hermes, der Osnabrücker Onkologie-Chefarzt Prof. Dr. Olaf Koch, Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster, Privat-Dozent Dr. Matthias Stelljes, Oberarzt der Abteilung für Knochenmarktransplantation sowie Prof. Dr. Wolfgang Berdel, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Pneumologie und Knochenmarktransplantation des UKM, freuen sich über die Kooperation.


Münster/Osnabrück - In einem einzigartigen Modell werden das Universitätsklinikum Münster (UKM) und das Klinikum Osnabrück zukünftig auf dem Gebiet der Transplantation fremder Knochenmark-Stammzellen („allogene“ Transplantation) eng zusammenarbeiten.

Das gaben die Kliniken in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Patienten werden von einer engmaschigen Organisation während der Vorbereitung (Osnabrück), Transplantation (Münster) und Nachbehandlung (Osnabrück) profitieren. „Besonders für unsere Leukämie-Patienten bedeutet dies einen großen Fortschritt, weil sich Wartezeiten verkürzen, wir frühzeitig alles für die Patienten organisieren können und sie zur Anschlussbehandlung schnell wieder zurück nach Osnabrück kommen können“, fasst Klinikum-Geschäftsführer Dr. Hansjörg Hermes zusammen.


Normalerweise müssen Transplantations-Patienten und deren Angehörige längere Wegstrecken und Wartezeiten für einen Behandlungsplatz auf sich nehmen und sind mit zusätzlichem organisatorischen Aufwand belastet. Die autologe Transplantation, also die Gabe von eigenen Stammzellen, wird am Klinikum schon erfolgreich durchgeführt. Die allogene ist mit so hohem Aufwand verbunden, dass sie nur an sehr wenigen spezialisierten Zentren in Deutschland wie beispielsweise in Münster stattfindet.

„Unser Einzugsgebiet reicht von den Nordsee-Inseln bis nach Ost-Westfalen und in das nördliche Ruhrgebiet. Dank der Kooperation mit dem Klinikum Osnabrück können viele Patienten nun heimatnah betreut werden und müssen nur während der Zeit der Transplantation in Münster sein. Das UKM begrüßt daher solche Kooperationen sehr, die eine gemeinsame Versorgung auf höchstem Niveau langfristig sicherstellen“, so Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Münster.

Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen den Institutionen können die Osnabrücker und die Münsteraner Onkologen gemeinsam zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung einen Behandlungsplan für den Patienten erstellen, um ihm zum optimalen Zeitpunkt innerhalb der Therapie einen Transplantationsplatz zu sichern. Dies ist nur möglich, weil beide Kliniken über ähnlich hohe Qualitätsstandards verfügen und die onkologische Abteilung in Osnabrück auch die direkte Nachbetreuung auf hohem Niveau gewährleisten kann.

Ein weiterer Vorteil für die Patienten in Osnabrück ist die Nähe zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen: „Durch die Kooperation auf klinisch-wissenschaftlichem Gebiet haben die Patienten auch in Osnabrück die Möglichkeit, an innovativen Therapiestudien teilzunehmen und vom Einsatz neuer Medikamente zu profitieren“, ergänzt der Osnabrücker Chefarzt der Klinik für Onkologie und Hämatologie, Prof. Dr. Olaf Koch.



01 · 07 · 11





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