Coesfelder Siegerscheck auf Berlin-Reise


Hechteten auf den ersten Platz beim 5..Sparkassen-Beachcup: Melanie Gernert (vorne) und Hella Jurich setzten sich im Finale gegen Cinja Tillmann und Isabel Schneider durch.
Hechteten auf den ersten Platz beim 5..Sparkassen-Beachcup: Melanie Gernert (vorne) und Hella Jurich setzten sich im Finale gegen Cinja Tillmann und Isabel Schneider durch.
(Fotos: Frank Wittenberg)


Coesfeld. Die Reise von Berlin nach Coesfeld nimmt sie gerne auf sich. Hella Jurich, eine der Größen in der deutschen Beachvolleyballszene, ist schon längst Stammgast im Sportzentrum Süd. "Weil der Hans Siebels immer so lieb fragt", versichert sie - und weil es ein so nettes und familiäres Turnier ist. Der Sieg im 5..Sparkasse-Beachcup an der Seite ihrer Partnerin Melanie Gernert rundete gestern den prima Tag ab.

Hella Jurich, die einst beim USC Münster gespielt hat, ist dabei schon längst mehr als "nur" eine Spielerin im Teilnehmerfeld. "Ein Anruf bei ihr genügt, und drei Stunden später hat sie gleich mehrere Spielerinnen für unser Turnier an der Angel", freut sich Cheforganisator Hans Siebels über den guten Draht. "Wir stimmen uns vorher immer über den Termin ab, damit kein deutsches Turnier parallel läuft und wir gute Teams bekommen", erzählt Hella Jurich. Diesmal waren es gleich drei Duos aus Berlin, die ins Münsterland gekommen sind: neben Gernert/Jurich, der aktuellen Nummer fünf der deutschen Rangliste, auch Marika Steinhauff und Victoria Bieneck sowie Doreen Engel und Maria Kleefisch.


Dabei war das Teilnehmerfeld selten so spontan zusammengestellt wie diesmal. Denn Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün, die eigentlich eingeplant waren, mussten am Freitag absagen, weil sie nach ihrem Auftritt in Stavanger/Norwegen gleich nach Gstaad in die Schweiz gereist sind. "Sie können dort als Nachrücker antreten", erklärt Siebels. "Dafür haben wir Verständnis." Katharina Holzgreve und Rebecca Schäperklaus aus dem Zweitliga-Team des USC Münster sprangen ganz kurzfristig in die Bresche. Und mit Isabel Schneider gab es die letzte Umbesetzung erst am Samstag um 22 Uhr. Weil Christine Aulenbrock verletzungsbedingt absagen musste, agierte Isabel Schneider an der Seite von Cinja Tillmann. "Cinja und Christine spielen nächste Woche die U.20-Europameisterschaft, da wollte der Trainer kein Risiko eingehen", so Siebels. Mit Schneider/Tillmann standen immerhin die frischgebackenen deutschen U.20-Meister im Coesfelder Sand.

Und die schafften es auch bis ins Finale. Nachdem sie schon im Gruppenspiel den favorisierten Hella Jurich und Melanie Gernert einen Satz abgenommen hatten, machten sie es auch im Endspiel spannend. Knapp ging es zu in beiden Sätzen, in denen das Publikum teilweise spektakuläre Ballwechsel zu sehen bekam. "Das war ein hartes Stück Arbeit, aber dadurch eine tolle Trainingseinheit", bilanzierte Hella Jurich, die mit Melanie Gernert den 15:11 und 15:12-Sieg feierte. Im Spiel um Platz drei setzten sie Marika Steinhauff und Victoria Bieneck klar in zwei Sätzen gegen die USC-Hallenspielerinnen Andrea Berg und Stefanie Golla durch.

Hella Jurich freute sich derweil über den Siegerscheck, überreicht durch Sparkasse-Filialdirektor Christian Overhage, und über das Wiedersehen mit vielen alten Bekannten: "Hier gibt es viele USC-Fans, das ist ein Besuch in der Heimat." Und den will sie auch in 2011 nicht missen: "Ich komme auf jeden Fall wieder nach Coesfeld."



05 · 07 · 10





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