Buldern. Als Testfahrer betätigte sich eine Gruppe der Adlerradler: Erstmals wurde eine Teilstrecke des Giros gemeinsam abgefahren. Wie der Zufall es will, wurde die Strecke durch die Verantwortlichen des Münsterland Giros zeitgleich beschildert, so dass die Adlerradler offiziell die ersten „Tester der Girostrecke“ waren.
„Nach dem flachen Start bis nach Havixbeck sind die beiden Steigungen am Coesfelder und Daruper Berg mit bis zu 11 Prozent Steigung die anspruchsvollsten Abschnitte. Dazwischen liegt noch der Höhenzug beim Kloster Gerleve, der Roruper Berg und die Flachetappe über Dülmen, Hiddingsel und Buldern“, so Uwe Lux, RTF-Fachwart der Adlerradler. Für Heiko Riemer ist das Erlebnis „Giro“ einzigartig. Der Vereinsmeister des vergangenen Jahres freut sich, auf den abgesperrten Straßen mit tausenden Gleichgesinnten Vollgas zu geben und dabei von vielen Zuschauern angefeuert zu werden. Allerdings steht nicht bei allen Adlerradlern der absolute Leistungsgedanke im Vordergrund.
Die meisten Adlerradler wollen auf der anspruchsvollen Strecke in einem guten Durchschnittstempo das Gruppenerlebnis erleben. Damit befinden sie sich in guter Gesellschaft, denn nur die wenigsten der über 4000 Hobbyfahrer fahren um vordere Platzierungen mit, sondern wollen ihre eigene Leistungsfähigkeit einmal unter optimalen Bedingungen testen. „Das tolle bei dem Rennen ist, dass man mit einer wesentlich höheren Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs ist, als bei den schnellsten Trainingsfahrten. Während wir im Training maximal 32 - 33 km/h fahren, haben wir beim letzten Giro durch den flachen Kreis Warendorf bis zu 39 km/h erreicht. Das war schon ein tolles Gefühl, zumal wir uns in der Teamwertung von 99 Teams auf einen hervorragenden 28. Platz gesteigert haben“, ist der 2. Abteilungsleiter Franz Lux stolz auf die gezeigten Leistungen der Adlerradler.
„Eigentlich haben wir uns auf Grund der anspruchsvolleren Strecke durch die Baumberge für die 85 km angemeldet. Da die längere Tour aber durch Buldern geht, werden wir uns das aber noch einmal überlegen müssen. Schließlich ist das doch ein „Supergefühl“ durch den Heimatort zu rasen und dabei angefeuert zu werden“, freut sich Abteilungsleiter Frank Bruns schon auf den 3. Oktober und ergänzte: „Da sowohl die Profis, als auch über 1000 Hobbyfahrer von Hiddingsel kommend, über die Gewerbestraße zur L 551 bei Zweirad Strätker und weiter über die Clemensstraße, Nottulner Straße und Daruper Straße fahren, planen wir einige Aktivitäten am Rande der Strecke. Für die hoffentlich zahlreichen Zuschauer wird es sicherlich ein einmaliges Erlebnis werden. Die ersten Vorgespräche sind bereits geführt worden. Es ist geplant rund um den Vorplatz bei Zweirad Strätker ein Rahmenprogramm zu veranstalten. Wir hoffen dann natürlich, dass uns und die Profis viele Bulderaner anfeuern werden. Ab sofort werden wir die Girostrecke so oft fahren, dass wir sie am 3. Oktober mit geschlossenen Augen absolvieren können.“