Optimistisch in die Zukunft

Niklas Domanik ist ein wichtiger Baustein im Trainergerüst des SC Union.Foto:
Niklas Domanik ist ein wichtiger Baustein im Trainergerüst des SC Union.Foto:
(chrb)


Lüdinghausen - Im Sommer 2009 musste die Volleyball-Abteilung des SC Union Lüdinghausen Peter Pourie nach Münster zum neuen Bundes-Leistungsstützpunkt ziehen lassen. Damit verlor Union das Herzstück seiner Trainerriege. In der Saison 2009/10 stand Pourie nur noch sporadisch für die Lüdinghauser zur Verfügung. Die vergangene Spielzeit hat gezeigt, dass der SCU den Verlust verkraftet hat. Nach dem Übergangsjahr bilanzieren Abteilungsboss Jürgen Lummer und Achim Franke, der zweite Vorsitzende und Leiter des Landes-Leistungsstützpunktes: „Wir sind zufrieden mit der Saison, sie war aber sehr schwierig.“

Dass die Führungsetage der Union-Volleyballer optimistisch auf die kommende Spielzeit blickt, liegt vor allem an Claudia Schlegel (aus Senden) und Oliver Bernzen (aus Paderborn). Beide bereichern ab sofort das Trainerteam um Christine Drees und Niklas Domanik. Schlegel coacht in erster Linie die Nachwuchsteams, Bernzen kümmert sich auch um die erste Damenmannschaft.


Dieses Team schmetterte sich in der vorigen Serie als Aufsteiger gleich zur Vizemeisterschaft in der Oberliga, scheiterte dann aber in der Relegation. Gut möglich, dass einige Spielerinnen künftig nicht mehr für Union am Netz stehen, schließlich haben allein vier junge Damen gerade Abitur gemacht. Die Oberliga, davon sind Lummer und Franke überzeugt, ist die passende Klasse für diese Truppe. Sie besteht größtenteils aus B- und C-Jugendlichen.

Auch die zweite Frauenmannschaft hat als Aufsteiger in der Verbandsliga eine sehr gute Saison hingelegt. Das Team um Trainerin Christine Drees besteht künftig überwiegend aus C-Jugend-Mädchen. „Diesen Mädels traue ich einiges zu. Wir werden noch viel von denen hören“, ist Franke überzeugt.

Beim weiblichen Nachwuchs läuft es ohnehin rund bei Union. Die U 20 wurde - in Kooperation mit dem USC Münster - Westdeutscher Meister, die U 18 Vizemeister. Die A-Juniorinnen hat der SCU in der NRW-Liga gemeldet. Ob die Zusammenarbeit mit dem USC fortgesetzt wird, sei aber noch offen, erklärt Franke. Bei der B-, C- und D-Jugend sei der Verein „sehr gut aufgestellt“. Bei den E- und F-Juniorinnen „müssen wir neu anfangen“, so Franke. „Diese Gruppe hat am meisten unter dem Weggang von Peter Pourie gelitten.“ Den sollen jetzt Claudia Schlegel und Niklas Domanik auffangen.

Bei den Männern und Jungen sieht es - wie in den meisten anderen Vereinen auch - nicht so rosig aus. Die erste Herrenmannschaft könnte nach dem Abstieg aus der Landesliga in der Bezirksliga spielen, zieht sich aber freiwillig in die Bezirksklasse zurück. Mit einigen B-Jugendlichen und vielen C-Junioren soll ein Neuanfang gestartet werden. Union geht im Herrenbereich unter der Führung von Trainer Rolf Wilmsen mit zwei Mannschaften bei den Senioren und mit sechs Jugendteams in die kommende Saison.

Erleichtert sind Lummer und Franke, dass sich auch in anderen Bereichen etwas getan hat. Zum Beispiel hat Union neun neue Schiedsrichter. Eingestielt wurde zudem eine interne Übungsleiter-Ausbildung. „Wir hatten immer Trainer von hoher Qualität. Die kosten aber natürlich Geld“, erläutert Franke. „Bei einer so großen Abteilung geht das aber nicht mehr, deshalb müssen wir aus Kostengründen selbst Trainer ausbilden.“ Die Zusammenarbeit zwischen dem SC Union und dem Lüdinghauser St.-Antonius-Gymnasium, der Partnerschule Leistungssport, „wird immer zielgerichteter“, betont Franke. Er sagt: „Ich freue mich auf die nächste Saison.“

VON RALF AUMÜLLER, LÜDINGHAUSEN

29 · 07 · 10



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