Badminton

Gefasst, zufrieden und enttäuscht


Josche Zurwonne ist mit den Deutschen Meisterschaften rundum zufrieden, die Bilanz von Union-Partnerin Laura Ufermann - hier ein Archivfoto - fällt dagegen durchwachsen aus.Foto:
Josche Zurwonne ist mit den Deutschen Meisterschaften rundum zufrieden, die Bilanz von Union-Partnerin Laura Ufermann - hier ein Archivfoto - fällt dagegen durchwachsen aus.Foto:
(chrb)


Lüdinghausen - Zwei Mal wurde Karin Schnaase in den vergangenen Tagen Zweite. Am Sonntag verlor die Badmintonspielerin von Union Lüdinghausen in Bielefeld das DM-Finale gegen Olga Konon (WN berichteten), Zwei Tage zuvor war sie beim Sportmedienpreis im Kreis Coesfeld von den Zeitungslesern und einer Fachjury auf den zweiten Platz bei den Frauen gewählt worden. Darüber habe sie sich sehr gefreut, so die 26-Jährige. Sie habe sich auch kurz überlegt, ob sie am Freitagabend von Bielefeld aus zur Sportgala nach Coesfeld fahren sollte. „Das wäre aber zu viel Stress gewesen.“ Schnaase hat den Sportmedienpreis bereits zwei Mal gewonnen, zuletzt 2005.

Der Frust über die Niederlage gegen Olga Konon hatte sich am Montag wieder etwas gelegt. Mit den klaren Siegen in den vier Spielen zuvor konnte sie ohnehin mehr als zufrieden sein. Obwohl der Kopf nicht ganz frei gewesen sei, so die Lüdinghauserin gestern. Der Grund: Sie sei von anderen Spielerinnen „mit Fragen bombardiert worden“, warum ihre Freundin Carola Bott die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften kurzfristig abgesagt hatte. Bott war für die bevorstehenden Europameisterschaften in Amsterdam nicht als Ersatzspielerin nominiert worden. „Ich habe mir irgendwann nur noch den Kopfhörer aufgesetzt“, so Karin Schnaase.


Rundum zufrieden schaut ihr Vereinskollege Josche Zurwonne auf die Deutschen Meisterschaften zurück. „Hätte mir vorher jemand gesagt, dass ich in beiden Fällen ins Halbfinale komme, hätte ich gesagt: ,Das ist super.“ Der Lüdinghauser Doppel- und Mixedspezialist trat in Bielefeld mit seinen Stammpartnern Peter Käsbauer und Carla Nelte an. 2011 krankheitsbedingt nicht in Bielefeld mit dabei, hatte er in diesem Jahr mindestens eine Bronzemedaille im Visier. Am Ende wurden es zwei.

Mit Käsbauer besiegte der 22-Jährige im Viertelfinale Dieter Domke und Einzelmeister Marc Zwiebler in drei Sätzen. „Jeder weiß, dass die individuelle Klasse haben“, so Zurwonne. „Im Halbfinale waren dann die Kräfte weg. Es war das vierte harte Spiel an diesem Tag.“ In zwei Sätzen verloren sie gegen Michael Fuchs und Oliver Roth.

Mit Carla Nelte schaltete der Lüdinghauser im Viertelfinale ohne Satzverlust Roth und die spätere Einzelsiegerin Olga Konon aus. Dann traf das Mixed-Paar auf Johannes Schöttler und Ex-Unionistin Sandra Marinello. „Im ersten Satz haben wir sie überrollt“, so Zurwonne. Im zweiten hielten sie bis zum 17:17 mit. „Dann haben sie uns mit einem unfairen, andere würden sagen ,cleveren Aufschlag aus dem Konzept gebracht.“ In der Verlängerung waren Zurwonne und Nelte dann chancenlos.

Gemischt fällt die DM-Bilanz von Laura Ufermann aus. „Von der Leistung nicht, von den Ergebnissen schon“, antwortet die 27-jährige Unionistin auf die Frage, ob sie von dem Verpassen der Viertelfinals enttäuscht sei.

Ufermann trat im Mixed und Damendoppel an. Erstmals seit Jahren spielte sie im gemischten Doppel nicht an der Seite von Hendrik Westermeyer, der sich erst kurz vor den DM zur Teilnahme entschlossen hatte. Da war seine Stammpartnerin schon auf Nummer sicher gegangen und hatte Denis Nyenhuis zugesagt.

Im Damendoppel trat sie mit Neele Voigt an. In der dritten Runde trafen die beiden auf Natalie Tropf und Kerstin Wagner, gewannen den ersten Satz und verloren den zweiten. Im entscheidenden Durchgang hatten Ufermann und Voigt bei 20:19 Matchball, verloren dann aber die nächsten drei Ballwechsel. „Das war wirklich ein Kampfspiel. Da hat am Ende der Glücklichere gewonnen“, kommentierte Laura Ufermann.

Im Mixed mit Nyenhuis spielte sie in Runde drei gegen Thorsten Hukriede und ihre eigene Doppelpartnerin Voigt. Und auch hier kam in der Verlängerung das Aus. Den ersten Satz gewannen die Unionistin und Denis Nyenhuis klar, doch die nächsten beiden Durchgänge verloren sie deutlich. „Die ersten eineinhalb Sätze waren wirklich gut, und dann war die Konzentration weg“, so Laura Ufermann.



06 · 02 · 12





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