HSG-Herren verlieren 20:35 gegen den Spitzenreiter

TSG zwei Nummern zu groß


Youngster Alexander Dubs mühte sich redlich und erzielte zwei Treffer. Die Überlegenheit der tSG Harsewinkel konnte er aber auch nicht unterbinden.Foto:
Youngster Alexander Dubs mühte sich redlich und erzielte zwei Treffer. Die Überlegenheit der tSG Harsewinkel konnte er aber auch nicht unterbinden.Foto:
(Alfred Stegemann)


Lengerich - Nein, an eine Überraschung gegen den überragenden Spitzenreiter TSG Harsewinkel hatte im Vorfeld der gestrigen Partie bei der HSG Hohne/Lengerich niemand wirklich gerechnet. „Die waren in allen Belangen besser und haben uns deutlich unsere Grenzen aufgezeigt“, fand Trainer Jörn Brüggemann klare Worte. So empfand er die klare 20:35 (9:15)-Niederlage auch als nicht so tragisch. Dennoch, so langsam wird es eng für die HSG. Die Pleite gegen Harsewinkel war bereits die sechste Schlappe in Folge. Die Abstiegszone ist bedrohlich nahe gerückt.

Dabei hatte es die ersten 20 Minuten überhaupt nicht nach einer solch deftigen Schlappe ausgesehen. Die Hausherren zeigten eine richtig gute Leistung. Bis zum 7:6 lagen sie fast durchweg vorne und waren bis zum 8:9 dran. Dann zog sich Gerrit Apelt eine blutende Platzwunde am Kopf zu, die im Krankenhaus genäht werden musste. Sein Ausfall wirkte sich wie ein Schock auf die Mannschaft aus. Fortan ging nicht mehr viel.


Die TSG, die den ehemaligen Zweitliga-Spieler Mühlebrandt zunächst auf der Bank gelassen hatte, nutzte die Verunsicherung und zog bis zur Pause auf 15:9 davon. Das war eine Vorentscheidung. Als die HSG auch nach dem Seitenwechsel keine Linie fand, das erste Tor erzielte Alexander Dubs erst in der 39. Minute, war die Niederlage beim Zwischenstand von 10:20 schon so gut wie besiegelt. Die Gegenwehr der Hausherren hielt sich in Grenzen, während sich die Gäste entschlossen, nicht nachzulassen. So betrug der HSG-Rückstand in der 57. Minute beim 18:34 satte 16 Tore.

„Harsewinkel ist nicht der Gegner, mit dem wir uns messen müssen“, schätze Brüggemann die Situation richtig ein. Allerdings produzierte seine Mannschaft wieder eine Vielzahl an vermeidbaren Fehlern, die es dem Spitzenreiter leicht machte, einen so deutlichen Sieg einzufahren.

VON ALFRED STEGEMANN, LENGERICH


05 · 02 · 12





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