Trainingsauftakt bei den heimischen A-Kreisligisten

Oben angreifen ist das Ziel


SW Lienen (schwarze Trikots) und Westfalia Westerkappeln wollen in der Tabelle noch ein paar Plätze klettern.Foto:
SW Lienen (schwarze Trikots) und Westfalia Westerkappeln wollen in der Tabelle noch ein paar Plätze klettern.Foto:
(Uwe Wolter)


Tecklenburger Land - Fußball auf dem Feld? Jetzt? Das gibt es doch nur im Profibereich sollte man meinen. Mitnichten. Von der ersten bis zur vierten Liga rollt der Ball bereits seit Mitte Januar wieder. Bevor es in den Kreisligen soweit ist, dauert es noch bis zum 18. März. Und doch befinden sich fast alle A-Ligisten wieder im Training oder stehen dicht davor. Schwarz-Weiß Lienen und VfL Ladbergen haben die Vorbereitung bereits wieder aufgenommen, Preußen Lengerich und Westfalia Westerkappeln starten am Freitag.

Der VfL, der die Winterpause am 28. Januar beendete hatte für bereits für heute Abend gegen BW Schwege das erste Testspiel angesetzt, das jedoch wegen der Witterung abgesagt werden musste. Das Wetter macht allen Clubs einen Strich durch die Rechnung. Jens Hollmann (Westerkappeln, Kai Kapitza (Lengerich), Karsten Ferlemann (Ladbergen) und Patrick van der Sanden (Lienen) wollten den Trainingsauftakt nicht auf die lange Bank schieben und müssen improvisieren.


„Wir werden vornehmlich im Ausdauerbereich arbeiten“, erklärt Kapitza, der es damit genau wie seine Kollegen hält. Läufe im Wald oder auf der Aschebahn sind möglich. Doch die Spieler wollen nicht nur an der Kondition arbeiten, sie wollen auch bei Laune gehalten werden. „Hallentraining und Besuche in der Soccerhalle gehören zum Programm“, untermauert Karsten Ferlemann. Verstärkt auf das „Wir-Gefühl“ will Jens Hollmann setzen, der darüber hinaus Sauna und Schwimmen auf seinem Plan hat. „Bei dem hart gefrorenen Boden ist Training draußen gefährlich. Wir wollen auf gar keinen Fall Verletzungen riskieren.“ SW Lienen hat zwar gleich acht Testspiele anberaumt, die aber allesamt auswärts auf Kunstrasen. „Kunstrasenplätze dürften in besserem Zustand sein als Naturrasen“, meint Patrick van der Sanden.

In puntco Meisterschaft und Abstieg ist in der Kreisliga A noch alles offen. „Den Titel holt die Mannschaft, die am fittesten ist“, äußerte bereits Falke Saerbecks Trainer Klaus Wiethölter. Konditionsarbeit steht bei allen Übungsleitern ganz oben auf der Liste. Wie ist die Situation bei den heimischen Kreisligisten?

VfL Ladbergen

Als erster Club hat der VfL am 28. Januar die Vorbereitung aufgenommen. „Der Auftakt war in Ordnung, die Beteiligung ist gut“, freut sich Trainer Karsten Ferlemann. Er bittet seine Jungs zum Spinning und in die Soccerhalle, um konditionelle Grundlagen zu legen. Intensiv soll das Defensivverhalten geschulte werden. „Wir müssen insgesamt kompakter stehen“, hat Ferlemann erkannt. Bis auf Eugen Klett, den es beruflich nach Köln gezogen hat, steht der gleiche Kader zur Verfügung wie in der Hinrunde.

Preußen Lengerich

Torhüter Timo Rohlmann ist zwar aus Lotte zurückgekehrt, doch er hält sich lediglich fit bei den Preußen und wird in der Rückrunde nicht zum Einsatz kommen. Trainer Kai Kapitza baut auf seine Torhüter Rene Schenke und Julian Baaske. Sebastian Rauch hat aus beruflichen Gründen aufgehört. Aus der A-Jugend rücken Armin Küchler, Tolgahan Altun und Ibrahim Yaman in den Kader der „Ersten“. Spielerisch müsse seine Mannschaft noch eine Schüppe drauflegen, fordert Kapitza. Die Einstellung einiger Spieler sowie die Rückwärtsbewegung in vielen Begegnungen hat ihm nicht gefallen. „Nach vorne hin lief es ganz gut, aber das Umschalten von Angriff auf Abwehr muss besser funktionieren“, hat der Coach erkannt, der seine Schützlinge am Freitag zum Trainingsauftakt bittet.

SW Lienen

Laufeinheiten stehen auf dem Plan von SW Lienen. Seit Montag befindet sich die Mannschaft wieder im Training. Dabei baut Coach Patrick van der Sanden nicht nur auf Konditionsarbeit, sondern vornehmlich auf Zweikampfverhalten. „Wir müssen energischer dagegenhalten“, weiß er, wo der Hebel anzusetzen ist. „Wir haben gegen die drei Aufsteiger verloren und dabei kein einziges Tor erzielt, aber zehn kassiert. Wir müssen insgesamt robuster auftreten.“ Allerdings muss van der Sanden vorerst auf Eugen Lissel (Innenbandriss im Knie) und Vitali Belz (Leistenbruch) verzichten. Dafür ist Andreas Horstmeier aus seinem sechsmonatigen Kanada-Aufenthalt zurückgekehrt und steht bereit.

Westfalia Westerkappeln

Patrick Buxhovi (SC Halen) und Steffen Christoffer (SF Lotte 2) stehen nicht mehr zur Verfügung. Dafür rücken Kevin Prüßmann und Sebastian Mödden aus der Reserve nach. Trainer Jens Hollmann ist überzeugt, dass der Klassenerhalt zu bewerkstelligen ist. Er setzt auf Kameradschaft und Homogenität in der Mannschaft. „Gemeinsam können wir es packen“, ist er überzeugt. Da weitermachen, wo seine Mannschaft vor der Winterpause aufgehört hat, ist sein Wunsch. Darüber hinaus müsse die hohe Zahl an Fehlpässen minimiert werden und die Abwehr kompakter stehen. „Dann können wir es schaffen“, glaubt Hollmann.

VON ALFRED STEGEMANN, LENGERICH


07 · 02 · 12





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