Nachdem die Zuschauerzahlen im Schotthock länger schon stagnieren, dürfte am Sonntag im Auto-Deters-Stadion die Hütte voll sein. Der FCE hat spielfrei, Germania Hauenhorst und die Reserve des FC Eintracht Rheine kicken auswärts, und im Schotthock tritt Amisia zum Derby bei Grün-Weiß Rheine an (Anstoß 15 Uhr).
Eine gute Konstellation, um auch an der Bande Derbycharakter zu schaffen. Auf dem Spielfeld werden beide Mannschaften dafür sorgen, dass es hoch her geht. Michael Fleddermann und Thomas Spölming sehen ihre Teams auf Augenhöhe, der Ausgang erscheint völlig offen.
GW-Trainer Fleddermann kann nun endlich auf Daniel Kühs und Jannik Stockel-Veltmann zurückgreifen. Allerdings gibt es momentan wenig Veranlassung, sie sofort ins kalte Wasser zu werfen. Da hat Sven Brüning schon bessere Karten. Der Ex-Mesumer überzeugt im Training, ist variabel einsetzbar und hat es verdient, erstmals von Beginn an eingesetzt zu werden. Ansonsten weiß Fleddermann um die technische Beschlagenheit der Amisen.
„Viel hängt von unseren defensiven Mittelfeldspielern ab. Aber Marcel Geeren und Alexander Adam sind eigentlich eine Bank.“ Geeren spielt mittlerweile einen defensiveren Part und zieht das Spiel von hinten auf. Dass der Amisen-Torjäger Alexander Dingwerth ein Spiel alleine entscheiden kann, weiß Fleddermann nicht erst seit dem Auswärtsspiel der Spölming-Elf in Lotte. Auch den jungen Kai Sandmann sollte man nicht aus den Augen lassen. „Nicht zu vergessen Timur Cingöz. Aber wir haben in Person von Dimitri Rudsinski und Sven Mense die richtigen Antworten“, meint Fleddermann
Die Schotthocker haben zwar fünf Punkte mehr auf dem Konto als die Amisen, doch das bereitet deren Trainer Thomas Spölming keine schlaflosen Nächte. „Grün-Weiß hat eine gute Mannschaft, aber wir wollen im Schotthock gewinnen. In Borghorst haben wir lediglich durch einen Standard verloren. Ich denke, dass morgen die Tagesform entscheidet“, gibt sich der Coach selbstbewusst. Das darf er auch, denn es gibt nur wenige Teams, die es spielerisch mit Jan Lampen, Alexander Dingwerth und Co. aufnehmen können,
Seine Elf soll ihr eigenes Spiel aufziehen, eine Manndeckung für Konstantino Sampaio lehnt er ab. Außerdem sieht er seine Verteidiger Markus Preßmann, Dirk Grotholt und Julian Wissmann durchaus in der Lage, die Kreise der GW-Offensive um Ricardo Faria da Silva und den formstarken Denis Azevedo einzuengen.