Unterwasserrugby

Sechs Rheiner Junioren kämpfen um EM-Gold


Nationalspieler für Deutschland: (v.l.) Patrick Martin, Dennis Molz, Lars Ehrhardt und Max-Henry Salzig. Es fehlen Jan-Philipp Salzig und Kevin Martin.
Nationalspieler für Deutschland: (v.l.) Patrick Martin, Dennis Molz, Lars Ehrhardt und Max-Henry Salzig. Es fehlen Jan-Philipp Salzig und Kevin Martin.


Rheine. Wo oder was ist Oxelösund? Gemeint ist ein kleines beschauliches Kaff an der schwedischen Ostseeküste, rund 60 Kilometer südlich von Stockholm gelegen. An diesem Wochenende ist es das Ziel von sechs Nationalspielern des SV Rheine, die mit der Deutschen U21-Mannschaft um den Europameistertitel im Unterwasserrugby kämpfen. Kuriosum am Rande: Hartnäckigster Gegner ist ausgerechnet Kolumbien.

EM-Erfahrung haben bereits die 20-jährigen Dennis Molz, Jan-Philipp Salzig, Lars Ehrhardt und Kevin Martin, die vor zwei Jahren ihren ersten Europameistertitel bei den Junioren errangen. Damals feierten sie übrigens einen knappen Finalerfolg über Kolumbien.


Im vergangenen Jahr ging der EM-Titel dann in der Tat in das südamerikanische Land. Allerdings nahm die Deutsche Mannschaft nicht teil, da sich zu diesem Zeitpunkt die meisten Spieler mit der Schweinegrippe infiziert hatten.

Doch nicht nur die vier Genannten stellt der SV Rheine für diese Titelkämpfe ab, sondern zusätzlich noch die beiden 17-jährigen Patrick Martin und Max-Henry Salzig. Damit setzen Bundestrainer Klaus Dräger (Langenfeld) und Co-Trainer Thorsten Stanschuss (Heilbronn) ganz bewusst auf einen eingespielten Rheiner Riegel und haben auch das Spielsystem des SV Rheine übernommen.

Die deutsche Mannschaft trifft in einer Vorrundengruppe auf die Teams aus Schweden, Dänemark, Norwegen, Tschechien und Kolumbien. Jens Lohaus, Trainer der Rheiner Nachwuchsspieler beim SV, hält Deutschland und Kolumbien für die großen Favoriten. „Die Südamerikaner sind immer dabei, da es sich um eine offene Europameisterschaft handelt“, erläutert Lohaus. Die Kolumbier stellen sehr starke und körperlich robuste Spieler, für die Deutschen sprechen Schnelligkeit und die gute Kondition.

15 Spieler nebst den Mitgliedern des Trainer- und Betreuerstabs fliegen am heutigen Freitag von Köln nach Stockholm. Gespielt wird am Samstag und Sonntag, und am Montagnachmittag wird das Team zurückgewartet. Hoffentlich dann mit Goldmedaillen dekoriert.



17 · 11 · 11





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