Rheine. Waren sie zu müde, war es ihnen zu peinlich oder waren sie nicht genug gefordert? Fakt ist: Beim Siegerfoto bekamen die B-Junioren des FC Eintracht Rheine kaum die Hände zum Jubeln nach oben. Dafür brannten sie im Finale ein echtes Feuerwerk ab und gewannen gegen chancenlose Hauenhorster mit 5:1.
Ein Böller flog auf den Hallenboden, als das Licht in der Halle kurz erlosch und der Täter im Schutze der Dunkelheit agieren konnte. „Das ist jetzt die Gelbe Karte. Sollte das noch einmal vorkommen, gibt es Ärger“, richtete Stadionsprecher Siggi Methner ernste Worte an den Übeltäter.
Einschläge verzeichnete dann aber nur noch Germanias Schlussmann Marlon Hüwe. Eintrachts Lars Brüning hatte ihm innerhalb von 100 Sekunden die Treffer eins und zwei eingeschenkt. Kurz keimte im Hauenhorster Lager noch im Hoffnung auf, als Yusuf Bozkurt den 2:1-Anschluss erzielte.
Kemel Koussaybani stellte ebenfalls per Doppelpack das Ergebnis wieder auf ein komfortables 4:1, ehe Dominik Ritscher mit seinem Treffer den 5:1-Endstand markierte und seiner Mannschaft den Siegerpokal sicherte.
Der Weg im Halbfinale war etwas steiniger für den Landesligisten. Gegner im Semifinale war der SV Mesum. Der SVM ging durch einen trockenen Rechtsschuss von Jannes Rauß mit 1:0 in Führung. Am Ende ging dem Team aber die Puste aus. Die Kicker um Trainer Christoph Bussmann mussten sich dem FCE mit 2:5 geschlagen geben.
Im zweiten Semifinale machten es die Sportfreunde aus Gellendorf und Germania Hauenhorst richtig spannend. Exakt 18 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Marcel Fleege den 3:3-Ausgleich für die Sportfreunde aus Gellendorf. Die Entscheidung über den Finaleinzug musste im Neunmeter-Schießen fallen. Dort versenkte zunächst Yannick Beermann den sechsten Schuss für Germania, ehe die Jubeltraube seinen Keeper Marlon Hüwe erfasste, der den Versuch des Gellendorfers Marcel Fleege parierte.
Für die Sportfreunde blieb nur das Spiel um den dritten Platz, in dem man die Klingen mit dem SV Mesum kreuzte. Hier setzten sich die Mesumer mit 3:2 durch.
Immerhin durfte sich die Mannschaft von Markus Hermann über den besten Spieler des Turniers freuen.
Antonio Moreira, Trainer des siegreichen FCE, fand lobende Worte für alle acht Mannschaften: „Klar war der Klassenunterschied festzustellen. Meine Mannschaft hat klasse gespielt, aber die anderen Teams haben auch guten Fußball gezeigt.“