Volleyball

TV Mesum findet keine Mittel und verliert klar mit 0:3


Am Mesumer Block (hier mit Patrik Robert und Robert Lampe) vorbei. Die Bielefelder Angriffe waren kaum zu blocken.
Am Mesumer Block (hier mit Patrik Robert und Robert Lampe) vorbei. Die Bielefelder Angriffe waren kaum zu blocken.
(Foto: Frank Greiwe)


Rheine-Mesum. Schon im Hinspiel kamen die Mesumer Verbandsliga-Volleyballer gegen Telekom Post SV Bielefeld 3 böse unter die Räder. Und nach den zuletzt guten Leistungen war im Rückspiel eigentlich eine Steigerung zu erwarten. Doch daraus wurde nichts. Am Samstagabend rutschte die 1. Herrenmannschaft des TV Mesum gegen Bielefelds „Dritte“ erneut aus und bezog in heimischer Halle eine 0:3 (15:25, 17:25, 16:25)-Niederlage. Nach 57 Minuten war der ganze Spuk am Karnevalswochenende vorbei.

Während die Gäste aus Ostwestfalen mit ihrem schnellen Kombinationsspiel begeisterten, wirkten die Mesumer ideenlos, drucklos und am Ende auch ausgepowert. Diese schmerzhafte Niederlage wirft die Mesumer nicht entscheidend zurück- für Frust hat sie aber sicherlich gesorgt.


Und nach der Kopie des Hinspiels war sicherlich nicht nur Mesums Spielertrainer Berthold Rademaker enttäuscht. „Da war kein Feuer drin. Bis auf wenige Aufgaben war unser Spiel völlig drucklos.“

Angetrieben von ihren starken Flatteraufschlägen drückten die Bielefelder dem Spiel im ersten Satz ihren Stempel auf. Der TVM hatte erhebliche Probleme, den gegnerischen Service zu entschärfen und lag über 0:4 und 4:9 schnell aussichtslos im Rückstand.

Eine ganz entscheidende Waffe war der schnelle Angriff der Gäste, gegen den der Mesumer Block machtlos war. Immer wieder schlugen die „Geschosse“ hart ein.

Die Mesumer hatten nur dann eine Chance, wenn sie druckvoll dagegen hielten. Aber diese Momente waren rar gesät und so ging dieser Anfangssatz über 12:18 sehr deutlich an Bielefeld.

Im zweiten Satz erwischten die Mesumer einen besseren Beginn. Doch ein 3:1-Start war schnell wieder weg. Bis zur Mitte des Satzes entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Erst dann geriet der TVM wieder in Rückstand, weil die Gäste vorne am Netz einfach zu groß und brachial waren - 11:15.

Die Mesumer brauchten dagegen zu viele Versuche, um ihre Angriffe unterzubringen. Meist landeten die wichtigen Punkte in den Armen der Gäste. So wurde auch dieser Satz eine Demonstration der Bielefelder Stärke.

Es gab nun nichts mehr zu verlieren. Die TVM-Herren spielten im dritten Satz volles Risiko und wurden für ihr mutiges Angriffsspiel mit dem 7:4-Zwischenstand belohnt. Doch beim Stand von 10:7 hatten sie ihr Pulver schon verschossen. Alle Hoffnungen auf einen Satzgewinn waren spätestens beim Stand von 15:18 endgültig begraben.

Die Gäste vom Post SV Telekom Bielefeld spielten vorne am Netz zu schnell. Da kamen die Mesumer nicht mehr mit. Und so ging auch dieser Durchgang in aller Deutlichkeit an die Gäste, die an diesem Samstagabend für den TVM eine Nummer zu groß waren.

VON FRANK GREIWE


20 · 02 · 12





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