Münster - Pavel Dotchev ist ein kühler Rechner. Auf die Frage, welche Spieler mit ihm im Bus nach Babelsberg sitzen, kalkulierte der 46-jährige Preußen-Trainer einen Moment, um dann mitzuteilen: „Ich sage ihnen lieber, wer nicht dabei ist.“ Um es vorwegzunehmen: Viel Zeit hat er damit nicht gewonnen. Die Liste der Ausfälle beim SC Preußen Münster ist lang. Patrick Kirsch, Massimo Ornatelli, Daniel Chitsulo, Jürgen Duah, Rico Schmider und Julian Westermann sind noch nicht wieder fit, Philipp Heise gesellte sich kurzfristig mit einem grippalen Infekt zu den Daheimgebliebenen. Afrika-Cup-Legionär Pierre Jose Vunguidica darf noch eine kleine Akklimatisierungspause einlegen und die beiden A-Jugendlichen Simon Scherder und Julian Büscher bleiben bei Dotchevs eiskalter Amtseinführung ebenfalls in Münster.
Was bleibt, ist - davon ist Dotchev überzeugt - eine schlagkräftige und wettbewerbsfähige Truppe. Das Abschlusstraining am Donnerstagmorgen absolvierte der Drittligist auf dem Hauptplatz, um ein Gefühl für das schwer bespielbare Geläuf zu bekommen, das dem Team auch am Abend im Karl-Liebknecht-Stadion droht. „Laut Wetterbericht soll es noch Schnee geben“, hat Dotchev als akribischer Vorbereiter auch die äußeren Bedingungen noch recherchiert. An Ein- und Aufstellung der Mannschaft dürfte die Farbe des Spielballs indes nichts ändern.