Wegmann flüchtet in den Süden


Fabian Wegmann startet in dieser Saison im Trikot des Teams Garmin-Barracuda. Zuvor war der Münsteraner für Team Gerolsteiner und Team Leopard im Einsatz.Foto:
Fabian Wegmann startet in dieser Saison im Trikot des Teams Garmin-Barracuda. Zuvor war der Münsteraner für Team Gerolsteiner und Team Leopard im Einsatz.Foto:
(dpa)


Münster - Ab in die Sonne. „Zu viel Schnee in den Bergen, zu kalt im Flachen“, sagt Radprofi Fabian Wegmann lapidar. Deshalb steuert der gebürtige Münsteraner Gran Canaria an, dort wird sich der 31 Jahre alte Fahrer von Team Garmin-Barracuda den letzten Schliff vor dem Saisonstart holen. „Neun Tage auf den Kanaren, anschließend geht es zum ersten Rennen nach Portugal“, erzählt Wegmann, zuletzt hatte er im spanischen Calpe beim zweiten Teamtreffen an der Form gearbeitet.

Bei der Algarve-Rundfahrt (15. bis 19. Februar) bestreitet Wegmann die ersten Rennkilometer des Jahres. Nächster wichtiger Schritt ist die einwöchige Rundfahrt Tirreno-Adriatico (7. bis 13. März), ehe sein Start bei Mailand-San Remo (17. März) ansteht. „Mein Rennprogramm entspricht meinen Wünschen. Ich genieße eine große Rückendeckung, und das ist mit Sicherheit für mich persönlich besser als im Vorjahr bei Team Leopard“, lautet seine erste Bilanz als Mitglieder der amerikanischen Mannschaft. Garmin-Barracuda als Sechster der Weltrangliste 2011 fühlt sich bis hierhin richtig gut an als neue sportliche Heimat.


Gute Resultate will Wegmann abliefern, besonders im April. Die Ardennen-Klassiker sehen ihn in einer wichtigen Funktion für Garmin-Barracuda. Der Kanadier Ryder Hesjedal, Tour-de-France-Etappensieger 2011 und Zweiter beim Amstel Gold Race 2010, ist aktuell der stärkste Klassikerfahrer. Direkt dahinter folgt Fabian Wegmann, in der Team-Hierarchie muss er noch seinen endgültigen Platz finden.

Bevor es zu den Rennen in Belgien, Frankreich und Holland geht, muss Wegmann aber Zähne bei Mailand-San Remo zeigen, er soll Heinrich Haussler im Finale in Position bringen, das ist der grobe erste Plan. Plan B: Notfalls auch in die Bresche springen für Haussler und ein eigenes Ding durchziehen. Teamchef Jonathan Vaughters traut dem zweifachen Deutschen Meister jedenfalls eine Menge zu.

Jetzt, da er seine langwierige und komplizierte Rückenverletzung aus dem Jahr 2010 weitestgehend auskuriert hat, er in der Vorbereitung ohne Erkrankung über die Runden kam, ist die Zuversicht groß. Nach einer Saison ohne Sieg soll 2012 alles besser werden.

VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER


08 · 02 · 12





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