Also den Kopf unter den Arm nehmen und Abbitte leisten. Der Autor dieser Zeilen schrieb unlängst an gleicher Stelle, dass Mönchengladbach trotz bemerkenswerter Ergebnisse nicht das Zeug besitze, den Spitzenteams der Liga dauerhaft Paroli zu bieten. Er könnte sich geirrt haben, das ist bekanntlich menschlich, deshalb nun der Salto rückwärts: Wenn die Borussia öfter so auftritt wie beim 5:0-Rausch am Samstag gegen Bremen, dann wird sie sich tatsächlich auf einem Platz etablieren, der 2012 zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt.
Auch wenn einige Betrachter den jüngsten Coup auf die treibende Kraft reduzierten, ist Gladbach beileibe nicht der „VfL Reus“. Trainer Lucien Favre, der den Club in der vergangenen Saison als Schlusslicht übernahm, hat ein Kollektiv geschaffen, das straff organisiert ist und in dem jeder Spieler Platz und Aufgabe hat. Großartig, wie schnell und sehenswert die Borussia gegen hoffnungslos überforderte Bremer von Abwehr auf Angriff umschaltete. Das erinnerte ein bisschen an den Stil des Meisters. Die Dortmunder sind der nächste Gast in Gladbach - es ist ein Spitzenspiel.








