Niersbach will EM-Konflikt mit Bayern lösen


Der designierte DFB-Chef Wolfgang Niersbach und Bundestrainer Joachim Löw (r) wollen sich mit Bayern einigen.
Der designierte DFB-Chef Wolfgang Niersbach und Bundestrainer Joachim Löw (r) wollen sich mit Bayern einigen.
(Foto: Oliver Berg)


München - Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff setzen im Konflikt um das Freundschaftsspiel des FC Bayern München gegen die Niederlande auf eine Kompromisslösung.

Der deutsche Rekordmeister bestreitet mitten in der EM-Vorbereitung der DFB-Auswahl am 22. Mai eine Partie gegen das Nationalteam des Nachbarlandes. Die Planungen von Bundestrainer Joachim Löw könnten durch dieses Spiel in München beeinträchtigt werden.


Niersbach hat Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge bereits in einem Gespräch «auf die Probleme aufmerksam gemacht, die für die Nationalelf durch dieses Testspiel entstehen können», sagte der noch amtierende DFB-Generalsekretär der «Bild»-Zeitung. Niersbach will versuchen, «eine Lösung zu finden, mit der sowohl der FC Bayern als auch der DFB leben können».

Auch Teammanager Bierhoff setzt auf eine einvernehmliche Lösung. «Ich bin über den Zeitpunkt des Spiels nicht glücklich, aber der FC Bayern verhält sich korrekt, denn die Abstellungsfrist beginnt erst am 25. Mai. Von der Terminabsprache wurden wir in Kenntnis gesetzt. Wir sind im Dialog mit den Bayern und hoffen auf eine gute Lösung. Von einem positiven Abschneiden der Nationalmannschaft bei der EM profitiert schließlich auch die Bundesliga», sagte Bierhoff der Zeitung «Die Welt».

Löw plant für die EM in Polen und der Ukraine mit derzeit acht Bayern-Spielern. Die Vorbereitung der Nationalelf beginnt bereits am 11. Mai mit einem ersten Trainingslager in Sardinien. Vom 18. bis 31. Mai folgt der Schwerpunkt der Turniereinstimmung in Südfrankreich. Am 26. Mai steht der vorletzte EM-Test gegen die Schweiz in Basel an.

Löw muss unter Umständen schon wegen des DFB-Pokalfinales am 12. Mai oder des Champions-League-Endspiels am 19. Mai teilweise auf die Münchner Profis in der EM-Vorbereitung verzichten. «Wenn der Bundestrainer sagt, das passt mir nicht in die Vorbereitung, ist das nachvollziehbar», erklärte Bayern-Trainer Jupp Heynckes am Freitag zu der Problematik.

Die Partie der Bayern gegen den WM-Zweiten Niederlande war abgemacht worden, nachdem Arjen Robben den Bayern nach der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wegen einer Verletzung monatelang nicht zur Verfügung stand. Die finanziellen Folgen des Ausfalls für die Bayern sollen mit dem Testkick ausgeglichen werden.



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