Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Aktionsbündnis beginnt mit Bau von Protestcamp in Viersen

Sonntag, 16. Juni 2019 - 16:17 Uhr

von dpa

Viersen (dpa/lnw) - Wenige Tage vor der angekündigten Massenblockade im Rheinischen Revier hat das Bündnis „Ende Gelände“ mit dem Bau eines Protestcamps in Viersen begonnen. „Wir freuen uns, einen Ort zu haben, an dem wir unserem Protest für den sofortigen Kohleausstieg im Angesicht der Klimakrise Ausdruck verleihen können“, erklärte Pressesprecherin Kathrin Henneberger am Sonntag.

Vorausgegangen war ein Streit mit den Behörden um den Versammlungsort. Trotz Bedenken der Polizei hatte das Verwaltungsgericht Aachen am Samstag in einem Eilentscheid grünes Licht für den gewünschten Standort gegeben, ohne aufschiebende Wirkung. Die Polizei kündigte dagegen am Samstagabend Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster an.

Das Ordnungsamt habe auf dem Festivalgelände 800 Zelte und 1600 Schlafplätze zugelassen, sagte Henneberger der Deutschen Presse-Agentur. Aber auch an anderen Stellen werde es noch Schlafplätze geben. „Tausende von Aktivisten werden sich zu uns auf den Weg machen.“ Das Bündnis will laut Aufruf friedlich zum Tagebau oder zu Schienen kommen und dort „Platz nehmen“.

Mehrere Klimaschutzbündnisse, darunter auch „Fridays for Future“, haben für das lange Fronleichnam-Wochenende vom 19.-23. Juni zu Aktionen im Rheinland aufgerufen. Die Polizei rechnet von Donnerstag bis Sonntag mit rund 30 000 Teilnehmern aus unterschiedlichen Gruppierungen.


Die Kommentarfunktionalität ist um diese Uhrzeit deaktiviert.