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NRW

Architekt Petzinka soll NRW-Staatskanzlei modernisieren

Donnerstag, 8. November 2018 - 13:16 Uhr

von dpa

Das zukünftig als Staatskanzlei genutzte Gebäude steht am Rheinufer. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Düsseldorf (dpa/lnw) - Vom Stadttor ins Landeshaus: NRW-Ministerpräsident Laschet zog nach Amtsantritt in das historische Gebäude am Rheinufer. Das Landeshaus aber ist in die Jahre gekommen. Jetzt steht eine Sanierung an.

Der Architekt und Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie, Karl-Heinz Petzinka, soll die NRW-Staatskanzlei behutsam und kostensparend sanieren. Das Landeshaus am Rheinufer werde ein „Gebäude ohne Protz“ bleiben, sagte die Leiterin der Zentralabteilung der Staatskanzlei, Maria Huesmann-Kaiser, am Donnerstag. „Hier wird mit Stahl und Beton gebaut, nicht mit Marmor.“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte die Staatskanzlei nach seinem Amtsantritt 2017 wieder in das historische, aber in die Jahre gekommene Landeshaus verlegt. Das Gebäude war fast 40 Jahre Sitz der Staatskanzlei, bevor diese 1999 in das von Petzinka entworfene Stadttor wechselte.

Die Sanierungskosten für das Landeshaus könnten noch nicht beziffert werden, da noch Vorplanungen liefen und Aufträge europaweit ausgeschrieben würden. Aber auch das Stadttor hätte saniert werden müssen, sagte Huesmann-Kaiser. Die SPD-Opposition hatte von einer „Luxusinvestition“ gesprochen. Bereits seit 2015 laufen Sanierungen im Landeshaus. Allein für die neuen Fenster sind laut einer Haushaltsvorlage knapp 2,5 Millionen Euro eingeplant. Die oft kaputten Aufzüge sollen für 132 000 Euro und Klimaanlagen für 445 000 Euro saniert werden.

Das um 1911 gebaute und später erweiterte Landeshaus soll barrierefreie Zugänge bekommen. Rollstuhlfahrer können derzeit nur über einen Lastenaufzug im Hof in die obersten Etagen gelangen. Sicherheitsfenster- und Türen müssen eingebaut werden. Der wegen seiner schlechten Belüftung berüchtigte Veranstaltungssaal im obersten Stockwerk soll eine moderne Lamellendecke erhalten.

Büros und Flure sollen gestrichen werden und neue Böden bekommen. Mit „wirklich bescheidenen Maßnahmen“ könne eine „solide Staatsrepräsentanz“ entstehen, sagte Petzinka. Das gelte auch für den Kabinettssaal.


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