NRW

Bestatter: Werden beim Impfen wieder einmal vergessen

Donnerstag, 6. Mai 2021 - 17:35 Uhr

von dpa

Ein Bestatter schiebt einen Sarg in einen Leichenwagen. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbol

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Bestatter sehen sich trotz erheblicher Risiken durch den Umgang mit Corona-Toten in der Impfreihenfolge in Nordrhein-Westfalen übergangen. „Wir fragen: Warum vergisst NRW wieder einmal die Bestatter - das weckt schlechte Erinnerungen an die Missachtung der Bestatter bezüglich Schutzausrüstung, Kinderbetreuung und Systemrelevanz zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020“, erklärte die Spitze des Bestatterverbandes NRW am Donnerstag zum Impfstart bei einem Teil der Berufe aus der Priorisierungsgruppe 3. In zahlreichen anderen Bundesländern seien die Mitarbeiter des Bestattungshandwerks längst geimpft oder hätten zumindest ein Impfangebot bekommen.

„Da eine Infektion mit dem Covid-19-Virus - wie bei anderen Viren auch - nicht mit dem Tod endet, ist der tägliche Umgang mit infektiösen Verstorbenen ähnlich risikobehaftet wie der Umgang zwischen infektiösen Patienten und Ärzten oder Pflegern“, betonten die Verbandsvertreter. Bestatter kümmerten sich um alle Menschen bei einem Todesfall: die Verstorbenen, die Hinterbliebenen, Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister und Freunde. Ein Trauerfall dürfe keine Lebensgefahr darstellen, weder für Bestatter noch für Angehörige. Die Bestatter müssten zur verantwortungsvollen Ausübung ihres Berufs und im Sinne des öffentlichen Gesundheitsschutzes jetzt geimpft werden.

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