BVB-Boss Watzke kritisiert Entscheidung zu Geisterspielen

BVB-Boss Watzke kritisiert Entscheidung zu Geisterspielen

Die Spieler von Dortmund jubeln nach einem gewonnenen Spiel im leeren Stadion. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa/Archivbild

Dortmund (dpa) - Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hält den erneuten Zuschauerausschluss in der Fußball-Bundesliga wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie für falsch. „Richtig wäre es gewesen, einen Prozentsatz der Stadionkapazität zuzulassen. 8000 Zuschauer kann man im Signal Iduna Park und mit unserer Infrastruktur so verteilen, dass sie physisch so gut wie nichts miteinander zu tun haben“, sagte Watzke dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Freitag).

Der Dortmunder Signal Iduna Park hat eine Kapazität von über 80.000 Zuschauerplätzen. Laut der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist aber auch in Dortmund vorerst aus Sicherheitsgründen kein Publikum erlaubt. „Solche Geisterspiele hält der Fußball nicht lange durch. Das wird einem ganzen Wirtschaftszweig den Garaus machen“, erklärte Watzke.

Der Vereinsboss glaubt, dass „der Fußball für Symbolpolitik herhalten“ müsse und hinterfragt, „warum Musicalhallen zweimal pro Tag mit 750 Menschen und einer Auslastung von 45 Prozent besetzt werden und in den großen Freiluftstadien keine Zuschauer zugelassen sind. Da fühlt man sich schon ein wenig im Stich gelassen.“