Länder fordern Fortsetzung von Corona-Hilfen für Firmen

Länder fordern Fortsetzung von Corona-Hilfen für Firmen

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Illustration

Düsseldorf (dpa) - Bei den Corona-Hilfen für Firmen, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind, deutet sich eine Verlängerung an. Die Wirtschaftsminister der Bundesländer forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen. Die bisherige „Überbrückungshilfe III“ zahlt der Bund. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte nach einem Treffen mit seinen Länder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verlängerung nicht abgeneigt ist. Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenfalls nach der Sommerpause verlängern.

Bisher habe man insgesamt 105 Milliarden Euro an Unternehmen als Corona-Hilfen überwiesen, sagte Altmaier. Dabei handele es sich grob zur Hälfte um Kredite und zur Hälfte um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Hinzu kommt noch Geld von den Ländern. Die staatliche Unterstützung hat sich nach Altmaiers Darstellung ausgezahlt. Als die noch bis Ende Juni laufende Überbrückungshilfe um drei Monate als „Überbrückungshilfe III plus“ verlängert wurde, sei er ohnehin für eine Fortsetzung bis Jahresende gewesen.

Die Corona-Pandemie hat große Teile der deutschen Wirtschaft hart erwischt. Inzwischen sieht es wieder etwas besser aus, auch weil Einschränkungen gelockert wurden und zum Beispiel Restaurants und Cafés wieder offen sind. Die Situation in einigen Branchen wie der Messewirtschaft ist aber noch immer sehr angespannt.