NRW

Landrat: „Stigmatisierende Behandlung“ von Urlaubern

Dienstag, 23. Juni 2020 - 20:16 Uhr

von dpa

Sven-Georg Adenauer (CDU), Landrat im Kreis Gütersloh. Foto: David Inderlied/dpa

Gütersloh (dpa) - Der Landrat des Kreises Gütersloh hat die neuen Corona-Vorgaben für den Fremdenverkehr in Bayern heftig kritisiert. „Das halte ich für eine ganz schlimme und stigmatisierende Behandlung der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh, die ich so nicht toleriere. Ich weiß, dass es für die Leute, die nachweisen können, dass sie nicht positiv getestet sind, möglich sein soll, in Bayern einzureisen“, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Dienstagabend in Gütersloh unmittelbar vor einer Sitzung des Kreistages.

In Bayern dürfen Beherbergungsbetriebe künftig keine Menschen mehr aufnehmen, die aus einem Kreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohner liegt. Ausnahmen gebe es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen könnten, teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mit. Im Kreis Gütersloh war nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Tönnies-Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück die sogenannte 7-Tages-Inzidenz zu Neuinfektionen zu Wochenbeginn auf einen Wert von weit über 200 gestiegen.


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