Laschet: Möglichst im Juli allen Impfangebot machen

Laschet: Möglichst im Juli allen Impfangebot machen

Ein Mann steht am Covid-19 Impfcenter hinter einer Bodenmarkierung mit der Aufschrift "Impfen" und einer Spritze. Foto: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa) - Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält ein Impfangebot für alle impfwilligen Menschen schon im Juli für möglich - zwei Monate früher als es Kanzlerin Angela Merkel in Aussicht gestellt hatte. „Ich halte es mit Blick auf die aktuellen Impfstofflieferung für möglich, dass wir das Ziel früher erreichen können“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Bundesvorsitzende der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Wenn „pragmatisch, strategisch und effektiv“ geimpft werde, „dann kann es auf jeden Fall klappen, dass das Versprechen der Kanzlerin nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt wird“.

Der Ausgang des Kampfes gegen die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung Laschets auch Einfluss auf die Bundestagswahl haben. „Ich glaube, viele Menschen werden ihre Entscheidung davon abhängig machen, wie wir aus der Corona-Krise kommen.“ Die Krise habe sehr viele Eingriffe in die Grundrechte mit sich gebracht. Deshalb müssen man sehr schnell mit dem Impfen vorankommen. „Wir sollten möglichst noch im Juli allen impfwilligen Menschen ein Impfangebot gemacht haben.“ Das Land sei aber auf die Impfstofflieferungen der Hersteller angewiesen.

Kanzlerin Merkel hatte den impfwilligen Menschen ein Angebot bis Ende des Sommers, also bis 21. September, in Aussicht gestellt. Ähnlich wie Laschet hatte sich auch schon Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert: Es sei „sicherlich im Juli“ der Zustand zu erreichen, „wo wir eigentlich alle, die unbedingt wollten, geimpft haben werden“, hatte er am Dienstag beim Ärztetag gesagt.