Mehr Geld für Start-ups in Nordrhein-Westfalen

Mehr Geld für Start-ups in Nordrhein-Westfalen

Der Schriftzug „Innovation“ steht bei der symbolischen Eröffnung vor dem Eingang. Foto: dpa

Berlin (dpa) - Start-ups in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr für ihre Expansion deutlich mehr Geld von Risikokapitalgebern einsammeln können als im ersten Corona-Jahr 2020. Insgesamt flossen rund 566 Millionen Euro an Wagniskapital in junge Unternehmen aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Startup-Barometer Deutschland der Unternehmensberatung EY hervorgeht - fast dreimal so viel wie im Vorjahr.

In der Rangliste der Start-up-Regionen belegte NRW damit hinter Berlin, Bayern und Baden-Württemberg den vierten Platz. Der Abstand besondera zu Berlin und München war aber beträchtlich. Start-ups in der Bundeshauptstadt konnten allein fast 10,5 Milliarden Euro Risikokapital einsammeln, junge Unternehmen in Bayern immerhin 4,4 Milliarden Euro. Bundesweit flossen 2021 insgesamt 17,4 Milliarden Euro in Start-ups - ein Plus von 229 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

„Die Pandemie erweist sich immer mehr als Katalysator für einen Start-up-Finanzierungsboom“, sagt EY-Partner Thomas Prüver. Immer mehr Start-ups kämen an frisches Geld und die Summen stiegen rasant. „Die wirklich großen Deals werden vor allem in Berlin und Bayern abgeschlossen. Für die anderen Start-up-Standorte ist es hingegen schwer, da mitzuhalten“, sagte Prüver.

Zwar stiegen auch hier die Investitionssummen. „Unterm Strich ist man aber weit entfernt von den Größenordnungen, die in Berlin inzwischen Alltag sind.“ So lag die durchschnittliche Investitionssumme pro Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr laut EY in Berlin bei 21 Millionen Euro, in Bayern bei 19 Millionen Euro, in Nordrhein-Westfalen dagegen nur bei sechs Millionen Euro.