NRW

NRW-FDP kritisiert einzelne geplante Corona-Maßnahmen

Freitag, 16. Oktober 2020 - 06:15 Uhr

von dpa

Henning Höne (FDP) spricht im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) - Aus der FDP-Fraktion im Landtag in Düsseldorf kommt Kritik an einzelnen bundesweit vorgesehenen Maßnahmen zur Corona-Eindämmung. Insbesondere die geplante Beschränkung von Feiern in der Wohnung auf nur noch zehn Personen in den Regionen über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stößt beim Koalitionspartner der CDU im Land auf Widerstand.

„Die Unverletzlichkeit der Privatwohnung ist für die FDP eine rote Linie, da hat der Staat auch in Pandemie-Zeiten nichts zu suchen“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion Henning Höne der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). Auch sei er skeptisch, ob eine Sperrstunde dem Infektionsschutz dienlich sei. „Wenn in der Düsseldorfer Altstadt um 23 Uhr alle Gäste gleichzeitig vor die Kneipentüren geschickt werden, könnte die Ansteckungsgefahr sogar eher wachsen“, sagte Höne der Zeitung weiter.

In einer außerordentlichen Sitzung will das nordrhein-westfälische Kabinett am Freitag über schärfere Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus entscheiden. In einer Video-Schalte soll festgezurrt werden, was die jüngste Bund-Länder-Einigung für das einwohnerreichste Bundesland bedeutet.

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