NRW

„Schul-Gipfel“ sucht „Plan B“ für die Corona-Krise in NRW

Dienstag, 17. November 2020 - 07:16 Uhr

von dpa

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Duisburg/Düsseldorf (dpa/lnw) - Bei einem „Schul-Gipfel“ wollen SPD und Grüne bessere Lösungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie ausloten. Am Dienstag treffen sich auf Einladung der beiden Oppositionsfraktionen Vertreter von Schülern, Lehrern, Schulleitern, Eltern und Kommunen in Duisburg. Den Angaben zufolge haben sich über 160 Teilnehmer von rund 20 Verbänden zu einer Digitalkonferenz angemeldet, die aus Duisburg moderiert wird. Die Ergebnisse sollen von den Fraktionsspitzen gemeinsam mit Schul-Akteuren ausführlich am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag vorgestellt werden.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat bereits mehrfach erklärt, dass sie möglichst lange am Unterricht im Klassenzimmer festhalten will. Dagegen regt sich zunehmend Kritik. Beim „Schul-Gipfel“ soll diskutiert werden, ob Wechsel zwischen Präsenz- und Digitalunterricht, gestaffelte Anfangszeiten und entsprechend angepasste Fahrpläne für Busse und Bahnen den Infektionsschutz erhöhen könnten. Laut Verordnung des NRW-Schulministeriums kann eine Schule derzeit erst dann Distanzunterricht beantragen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) betonte vor dem Gipfel: „Ich bin nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass die Landesregierung unsere Kinder einem fortlaufenden Gesundheitsrisiko aussetzt, ohne einen Plan B dafür zu haben, wie ein sicherer Schulbetrieb in diesen Corona-Zeiten gewährleistet werden kann.“

Der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) nimmt nicht an der Konferenz teil. VBE-Landeschef Stefan Behlau hatte seine Absage in der vergangenen Woche mit einer Absage an „Lagerbildung“ verbunden. „Ein einseitig ausgerufener Schulgipfel wird bestehende Gräben eher vertiefen als zuzuschütten“, mahnte er.

Leserkommentare
Sven Wichmann 17.11.202013:28 Uhr

Es hieß einmal!
*Wir müssen die Älteren und Risikopatienten schützen*

Jetzt scheint es so als würde man unsere Kinder dafür missbrauchen das eben diese Gruppen nicht mehr geschützt werden.
Was soll dieser Unsinn? Es ist doch wirklich ein leichtes den Unterricht zuhause durchzuführen oder Klassen zu verkleinern.
Ich sehe da überhaupt kein Problem den Unterricht vor dem heimischen PC zu erledigen, es gibt Kameras für kleines Geld und genug Portale in denen es möglich ist mit vielen Menschen zu kommunizieren Störenfriede kann abschalten und ermahnen oder gar ausschließen.
Man muss es nur versuchen und nicht ständig sagen das es nicht geht mit so vielen Schülern...versucht es doch erst einmal verfluchen kann ich das System erst dann wenn es ausprobiert wurde.


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