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NRW

„Tanz von Moderne und Antike“: Römische Funde im Kolumba

Kunst

Mittwoch, 13. September 2017 - 13:30 Uhr

von dpa

Römische Tonkrüge stehen im Kolumba Museum auf einem Podest. Foto: Oliver Berg

Köln (dpa) - Ein Markenzeichen wie von Apple gab es auch schon in der Antike - den „Kölner Schnörkel“. Dabei handelt es sich um grazile Linien auf Glasgefäßen, die im antiken Köln hergestellt und in das ganze Römische Imperium exportiert wurden. Die Schnörkel entstanden durch den Auftrag heißer Glasfäden - sie mussten mit einer einzigen schnellen Bewegung aufgebracht werden. Beispiele davon findet man in der neuen Jahresausstellung des erzbischöflichen Kolumba-Museums in Köln.

In der Schau, die dort nun bis zum 20. August 2018 zu sehen ist, werden mittelalterliche Exponate aus der Kolumba-Sammlung mit antiken aus den Beständen des Römisch-Germanischen Museums kombiniert. Konkreter Anlass dafür ist dessen Generalsanierung. Die Kombination sei reizvoll, weil Köln sowohl in der Antike wie im Mittelalter bedeutend gewesen sei und entsprechend viel zu bieten habe, sagte der Direktor des Römisch-Germanischen Museums, Marcus Trier. „Wir sind die einzige Millionenstadt mit 2000 Jahren Stadtgeschichte - davon können Berlin und München nur träumen“, brüstete sich der gebürtige Kölner. „Wir sind aber auch nicht in der Römerzeit stehen geblieben. Köln hat die Taschen voll.“

Dazu kommen zeitgenössische Arbeiten. Größtes Objekt der Ausstellung sind drei riesige weibliche Silhouetten von Felix Droese in einer Art Kanu. Ihnen wird ein winziges Bernsteinschiffchen aus dem dritten Jahrhundert gegenübergestellt. Es zeigt drei jugendliche Musiker, die sichtlich Spaß am Leben haben. Zusammen ergibt sich laut Museum ein „Tanz von Moderne und Antike“.


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