Tarifverhandlungen im NRW-Einzelhandel dauern an

Tarifverhandlungen im NRW-Einzelhandel dauern an

Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild

Recklinghausen (dpa/lnw) - Die Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi suchen weiter nach einer Lösung für den seit Monaten anhaltenden Tarifkonflikt im nordrhein-westfälischen Einzelhandel. Ihre sechste Verhandlungsrunde dauerte am Dienstagabend an. Zum Stand der Gespräche machte eine Verdi-Sprecherin keine Angaben.

Die Positionen von Arbeitgebern und Verdi liegen bislang weit auseinander. Umstritten ist unter anderem, ob und in welcher Form ein neuer Tarifvertrag zwischen Firmen, die gut durch die Corona-Krise gekommen sind, und solchen, die in Schwierigkeiten stecken, differenziert wird.

Verdi fordert für die 700.000 Beschäftigten 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Gehalt, Lohn und Ausbildungsvergütung sowie ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde. Der Handelsverband NRW hatte in der vorigen Verhandlungsrunde nach eigenen Angaben sein Angebot nachgebessert. Bei 24 Monaten Laufzeit habe man 2 Prozent im ersten und 1,8 Prozent im zweiten Jahr geboten. Dem Arbeitgeber sollte es allerdings überlassen werden, die Tariferhöhung im ersten Jahr in vier zusätzliche Urlaubstage umzuwandeln.